HuffPo macht gemeinsame Sache mit El Pais

Die Web-Zeitung Huffington Post startet im kommenden Jahr eine Ausgabe in Spanien. Gründerin Arianna Huffington hat eine Kooperation mit der spanischen Tageszeitung El Pais eingefädelt. Ebenfalls für 2012 geplant ist der Start einer deutschen HuffPo, wie MEEDIA Anfang November berichtete.

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„Nach einigen Gesprächsrunden verhandeln wir nur noch mit zwei Häusern“, sagte Huffington zu einer möglichen Expansion nach Deutschland gegenüber dem Handelsblatt. In Deutschland werde sie vorerst sieben bis acht Journalisten einstellen. „Mit der Zeit stellen wir mehr ein und fügen Rubriken hinzu“, sagte sie. „Vorausgesetzt wir machen Gewinn.“
Bereits fest steht, dass die Huffington Post Anfang 2012 in Frankreich starten wird. Dazu geht die Internetzeitung ein Joint Venture mit der Tageszeitung Le Monde ein. Mit den beiden großen europäischen Medienhäusern sendet Huffington ein klares Signal, dass sie vermutlich auch in Deutschland mit einem großen Verlag als Partner starten will. 

Das Modell geht so: Die HuffPo bringt in die Joint Ventures Name, Plattform und die Expertise beim Aufbau einer neuen Web-Marke ein. Der jeweilige Partner sorgt für die lokale bzw. nationale Kompetenz. In jedem neuen Markt will die HuffPo, die zum Internetkonzern AOL gehört, mit knapp einem Dutzend neuer Redakteure arbeiten, um die Kosten zunächst möglichst klein zu halten. Eine Voraussetzung ist für Huffington auch die Zusammenarbeit mit einem Chefredakteur, der einen klangvollen Namen hat. In Frankreich ist dies vermutlich Anne Sinclair, eine gut beleumundete Journalistin, die mit dem (zuletzt weniger gut beleumundeten) Politiker Dominique Strauss-Kahn verheiratet ist. Die Personalie wird weder bestätigt noch dementiert.

In den USA ist die HuffPo derweil ohne Partner aus der klassischen Medienbranche unterwegs. Die Abrufzahlen der Seite liegen in etwa gleichauf mit denen der New York Times. Nach eigenen Angaben kommt die Seite im Monat auf 37 Millionen Unique Visitors. Vom neuen spanischen Partner verspricht sich Arianna Huffington auch eine Brücke in den lateinamerikanischen Markt.

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