Pausenhof-Tool: Mobbing bei SchülerVZ?

Verzweifelter Versuch, den Abwärtstrend zu stoppen: SchülerVZ hat den „VZ-Pausenhof“ entwickelt, in dem Schüler sich nach dem „Hot or not“-Prinzip bewerten sollen. Kritiker sehen in dem Spiel große Mobbinggefahr und drohen, die Accounts ihrer Kinder zu löschen. Mit dem „VZ-Pausenhof“ „überschreitet SchülerVZ eine Grenze, die sie niemals hätten überschreiten dürfen“, beschwert sich der Blogger und PR-Fachmann Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach.

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Das Maß sei „voll“. Die Accounts seiner Söhne wolle er sofort löschen, schreibt er. „So einen Dreck wie dieses Pausenhofmobbing mache ich nicht mit, nicht mal passiv. Und ich rufe hier und via Twitter und Facebook alle Eltern auf, es ebenso zu machen.“
Auch der bekannte Spreeblick-Blogger Johnny Haeusler regt sich über den „VZ-Pausenhof“ auf. Sie führe „etwas ein, das jedes Social Network tunlichst vermeiden sollte: Die Möglichkeit zur negativen Beurteilung anderer Teilnehmerinnen und Teilnehmer.“ Wer gesehen habe, wie schwer psychischer Druck ein Kind treffen könne, „der muss spätestens bei einer solchen Idee am Verantwortungsbewusstsein der SchülerVZ-Betreiber zweifeln“, schreibt er.
Da Mobbing für eine Schüler-Plattform ein heftiger Vorwurf ist, äußerte sich SchülerVZ-Sprecher Tobias Scheiba dazu. Er sagte, die App sei so programmiert, dass Mobbing unmöglich werde. „Flops“ würden nicht angezeigt, sondern nur positive Bewertungen. Er betonte, sie diene außerdem dazu, Leute mit gleichen Interessen zu finden, neue Leute kennenzulernen oder zu „flirten“.

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