IVW: Mobilnutzer pushen Bild.de zu Rekord

Ein riesiges Plus mit Ansage: Da Bild.de im November erstmals auch die Visits des mobilen Angebots in seine IVW-Zahlen gerechnet hat, gewann die Nummer 1 der News-Branche heftige 16,4% bei den redaktionellen Inlands-Visits hinzu und baut seinen Vorsprung auf die Konkurrenz aus. Zu den Gewinnern des Nachrichten-Monats gehören zudem das manager magazin, der Express und das Handelsblatt, weniger Visits als im Oktober verzeichneten u.a. die Berliner Morgenpost und DerWesten.

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Bei den Gesamt-Visits, also inklusive aller Kategorien und den Visits aus dem Ausland konnte Bild.de im November sogar um fast 20% zulegen. Laut Axel Springer sind davon 15% auf die nun erstmals mit ausgewiesenen mobilen Visits zurückzuführen, die restlichen 5% wären das Bild.de-Wachstum des bereits bisher gezählten stationären Web-Angebots. Besuche verloren hat Bild.de auf der anderen Seite durch Sportbild.de. Bisher gemeinsam unter dem Bild.de-Dach ausgewiesen, wurde die Sport-Website nun wieder abgetrennt und erreicht als eigenständiges Angebot 4,74 Mio. Visits.

Für unsere News-Top-50 werten wir hingegen nur die redaktionellen Visits aus dem Inland – da diese Kategorie am besten zeigt, welche Nachrichten-Angebote in Deutschland populär sind. Hier beträgt das Bild.de-Plus immerhin noch 16,4% gegenüber dem Oktober – beim Marktanteil, den MEEDIA exklusiv für die rund 240 von uns als News-Angebote gewerteten Websites errechnet, springt Springers Boulevard-Site um 2,17 Prozentpunkte auf 25,05%. Da Bild.de den Markt aus erwähnten Gründen nun um mehr als 22 Mio. redaktionelle Visits erweitert hat, haben die Verfolger allesamt Marktanteile verloren: Spiegel Online schrumpfte um 0,49 Zähler, Focus Online um 0,26, Welt Online um 0,15, etc. Zulegen konnten auf den ersten 25 Plätzen neben Bild.de nur sechs weitere Kontrahenten: das manager magazin, der Express, das Handelsblatt, das Duo Stuttgarter Zeitung & Nachrichten, die FTD und taz.de.

Nach absoluten Zahlen ging es hingegen für die Mehrzahl der 25 stärksten Nachrichten-Angebote nach oben. Mehr als 10% zulegen konnten neben Bild.de auch das manager magazin, der Express und die Stuttgarter Zeitung bzw. Nachrichten. Doch auch hier gibt es Verlierer: Die Berliner Morgenpost büßte 5,8% der redaktionellen Oktober-Visits ein, DerWesten 4,1% und N24 2,7%.

In der zweiten Hälfte unseres Top-50-Rankings fehlt ab sofort die Abendzeitung. Der Grund: Die Website wird ab sofort nur noch gemeinsam mit sueddeutsche.de ausgewiesen. Die ca. 1,5 Mio. Abendzeitung-Besuche (Oktober) bescheren sueddeutsche.de daher diesmal ein Plus von 4,1%, ohne sie hätte es wohl sogar ein kleines Minus gegeben. Ansonsten finden sich auf den Rängen 26 bis 50 vor allem Gewinner. Nach absoluten Zahlen konnten 22 der 25 Websites ihre Zahlen verbessern, nach Marktanteilen gab es immerhin noch 15, die sich verbesserten oder zumindest ihren Vormonatswert hielten.

Am deutlichsten verbesserten sich die Rhein-Zeitung, die Zeitungsgruppe Thüringen, die Westfälischen Nachrichten und die Frankfurter Rundschau, die allesamt mehr als 10% bei den redaktionellen Inlands-Visits gewannen und jeweils 0,02 Marktanteilspunkte zusätzlich auf ihr Konto buchten. Jeweils 0,02 Zähler verloren haben hingegen die BZ aus Berlin, suedkurier.de und der General-Anzeiger. Die beiden letztgenannten Angebote sind gemeinsam mit der Schwäbischen Zeitung zudem die drei einzigen Visits-Verlierer des Monats in der zweiten Hälfte unserer Tabelle.

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