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Weltbild kauft 50 % der Pubbles-Anteile

Der Weltbild Verlag will 50 Prozent an Bertelsmanns digitaler Vertriebsplattform Pubbles übernehmen. Die Unternehmen reichten eine Anmeldung des Zusammenschlusses bei der Europäischen Kommission ein, wonach jeweils 25 Prozent bei Bertelsmann und bei der Gruner + Jahr-Tochter Deutscher Pressevertrieb (DPV) bleiben sollen. Spekuliert wird, dass Weltbild die als Alternative zu iTunes gedachte Plattform einstampfen und die Technologie zum Verkauf von E-Books einsetzen könnte.

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Bereits Ende August hatte MEEDIA über Gerüchte berichtet, dass Weltbild 50 Prozent an Pubbles übernehmen wolle. Der offizielle Beschluss wurde am 15. November bei der EU-Kommission für Fusionskontrolle angemeldet. Diese prüft nun, ob die Europäische Kartellbehörde ihre Zustimmung geben muss.
Bertelsmanns Plan war es, Pubbles als verlagsübergreifende Alternative zu Apples iTunes zu positionieren. Das klappte nur bedingt. Von 30 angekündigten Verlagen machten zum Start im Oktober 2010 nur sieben mit. Dazu gehörten neben Gruner + Jahr der Zeit-Verlag, die Verlagsgruppe Handelsblatt, IDG, der Jahr Top Special Verlag, Computec sowie die Mediengesellschaft Ulm. Verträge mit Axel Springer, Bauer, Burda und dem Spiegel ließen auf sich warten. Nach eigenen Angaben bietet die Vertriebsplattform derzeit 50.000 E-Books und knapp 100 E-Magazine und E-Zeitungen an.

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