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Manroland soll aufgeteilt werden

Nachdem der Druckmaschinenhersteller Manroland die Insolvenz angemeldet hat, bleibt die Suche nach Investoren erfolglos. Wie die Süddeutsche und die Welt berichten, muss das Unternehmen mit seinen Standorten in Offenbach, Augsburg und Plauen wahrscheinlich aufgeteilt werden. Es sei "wohl kaum in einer ganzen Einheit" zu verkaufen, sagt Insolvenzverwalter Werner Schneider.

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Seit Tagen führt Schneider Gespräche mit interessierten Käufern von Manroland. Die Namen seiner Gesprächspartner verrät er nicht. Nur den Einstieg eines reinen Finanzinvestors schließt er fast aus. "Finanzinvestoren brauchen in der Regel Zeit, um Marktuntersuchungen zu machen und sich die Wettbewerber anzusehen. So viel Zeit haben wir nicht." Gegenüber der Süddeutschen Zeitung äußerte er, dass eine Lösung bis Jahresende unrealistisch sei.
Laut welt.de ist der Zusammenbruch von Manroland der größte deutsche Sanierungsfall seit der Karstadt-Insolvenz vor zwei Jahren. Nur noch wenige Monate übernimmt die Arbeitsagentur in Nürnberg die Zahlung der Gehälter für die 6500 Mitarbeiter der Firma. Außerdem bekommt das Unternehmen in seiner Situation kaum neue Aufträge. Manroland hat, wie auch die Konkurrenten Heidelberg Druck und Koenig & Bauer, mit dem schlechten Markt und den Überkapazitäten zu kämpfen. Deshalb hegen Experten der Branche Zweifel, ob der Druckmaschinenbauer überhaupt noch gerettet werden kann.

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