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Gowalla: Facebook kauft nur die Macher

Freitagabend, als längst das Wochenende nahte, überraschte eine Meldung die Internet-Branche – Facebook wolle den Geotagging-Anbieter Gowalla kaufen, wurde von US-Medien vermeldet. Es kam nun doch etwas anders: Facebook übernimmt keinesfalls dass nur zwei Jahre alte Start-up, sondern nur deren Management-Team. Für Facebook ein sehr smarter Schachzug: Es bekommt die beiden Gründer, muss sich aber nicht mit der technischen Integration herumschlagen. Lachender Dritter ist Foursquare.

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Freitagabend, als längst das Wochenende nahte, überraschte eine Meldung die Internet-Branche – Facebook wolle den Geotagging-Anbieter Gowalla kaufen, wurde von US-Medien vermeldet.  Es kam nun doch etwas anders: Facebook übernimmt keinesfalls dass nur zwei Jahre alte Start-up, sondern nur deren Management-Team. Für Facebook ein sehr smarter Schachzug: Es bekommt die beiden Gründer, muss sich aber nicht mit der technischen Integration herumschlagen. Lachender Dritter ist Foursquare.
Es ist nicht offiziell, bis es offiziell ist: Für ein Wochenende sah es nach der bisher prominentesten Übernahme in der Geschichte des Social Networks aus. Der mit Foursquare konkurrierende Geotagging-Konkurrent Gowalla würde von Facebook einverleibt werden, vermeldete CNN.
Nun eine halbe Rolle rückwärts und eine die offizielle Bestätigung der Gerüchte: Nicht das gerade mal zwei Jahre alte Startup, das erst im Dezember 2009 seine Arbeit aufnahm, sondern die Köpfe hinter Gowalla übernimmt Facebook – es handelt sich also um einen klassischen Management-Buyout. 

"Ich hatte keinen Boss mehr in mehr als einem Jahrzehnt. Das wird interessant"
Für Facebook dürfte der Deal damit jedoch zu bestmöglichen Konditionen gelaufen sein: Gowalla muss nicht interegriert werden, das weltgrößte Social Network übernimmt nicht Daten oder die Technologie des Geotagging-Dienstes, sondern nur deren Brainpower – die Gründer Josh Williams und Scott Raymond.
"Ich hatte keinen Boss mehr in mehr als einem Jahrzehnt. Das wird interessant", kommentierte Williams den Karriereschritt in angemessener Form – via Twitter. Williams und Raymond sollen im Januar zusammen mit einigen Mitarbeitern ihres Teams zu Facebook wechseln und dort in der Design- und Engineer-Unit arbeiten. Gowallas Angebot selbst wird Ende Januar  eingestellt.
Lachender Dritter: Fousquare 
Und noch jemand dürfte den Deal wohlwollend zur Kenntnis genommen zu haben: Rivale Foursquare, der sich zunächst ein Kopf an Kopf-Rennen mit Gowalla lieferte, dann jedoch endgültig dieses Jahr vorbeizog.

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So wird der Kampf um die Geotagging-Vorherrschaft endgültig zum Duell Facebook vs. Foursquare. Die Vorzeichen des kleinen Rivalen sind dabei nicht mal hoffungslos: Foursquare erfreut sich 2011 weiter ungebremsten Wachstums und zählte zur Jahresmitte bereits mehr als zehn Millionen Nutzer. In dem jüngsten Upgrade der Mobil-App von Facebook wurde das Places-Checkin zudem nicht gerade populärer gemacht, sondern lediglich als kleine Update-Option in die Oberfläche eingebunden.

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