Sky: Borussen-Duell chancenlos gegen FCB

Es war das absolute Spitzenspiel der Bundesliga, der Erste gegen den Zweiten. Doch die Mehrheit der Sky-Zuschauer entschied sich nicht für das Borussen-Match zwischen Mönchengladbach und Dortmund, sondern für das Spiel zwischen Bayern München und Werder Bremen. Mit 330.000 Zuschauer holte es die Top-Quote des Samstagnachmittags. Weniger als 5.000 Fans fand hingegen das Aufeinandertreffen von Wolfsburg und Mainz, in den Zuschauer-Tabellen führt weiterhin Bayern München vor Schalke 04.

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Der 15.Spieltag begann mit dem schwächsten Freitag der laufenden Saison. Nur 180.000 Fans interessierten sich für das Spiel zwischen Bayer Leverkusen und der TSG Hoffenheim – ein Marktanteil von 0,6% und ein neuer Freitags-Minusrekord. Deutlich besser lief es am Samstagnachmittag. Vor allem wegen der beiden Spitzenspiele stieg die Sky-Quote auf 1,17 Mio. Zuschauer und 7,6%. Nur am 11. Spieltag lief es mit 1,36 Mio. Fans noch besser. Der Großteil des Publikums, 610.000, entschied sich auch diesmal wieder für die Konferenz, dahinter folgen mit starken Zahlen die Spitzenspiele.

Für Bayern München und Werder Bremen entschieden sich 330.000 Leute, für Mönchengladbach und Dortmund 140.000. Die anderen drei Spiele landeten deutlich dahinter: Freiburg – Hannover flimmerte bei 50.000 Fans, Kaiserslautern – Hertha bei 40.000. Der Quotenflop des Spieltags war das Match zwischen Wolfsburg und Mainz mit weniger als 5.000 Zuschauern, offiziell also 0,00 Mio. Am Abend lief es für SKy dann wieder schlechter: die 490.000 Stuttgart-Köln-Seher sind einer der schlechteren Werte für die 18.30-Uhr-Anstoßzeit. "Samstag Live!" lief ab 20.45 Uhr gar nur bei 20.000 Menschen, allerdings hatte es die Show gegen "Wetten, dass..?" und "Das Supertalent" auch extrem schwer.

Schließlich der Sonntag: Der holte mit 480.000 Hamburg-Nürnberg-Zuschauern und 560.000 Schalke-Augsburg-Fans solide Zahlen. "Sky90" beschloss den Spieltag mit 80.000 Fans. Damit endete die 15. Bundesliga-Runde der Saison, wie sie begann: mit einem Minusrekord. Nie in der bisherigen Saison schalteten nämlich so wenige Leute die Fußball-Talkrunde ein wie diesmal.

In der exklusiv von MEEDIA errechneten Bundesliga-Tabelle nach Sky-Zuschauerzahlen haben der 1. FC Köln und der VfB Stuttgart den größten Sprung gemacht – die 490.000 Fans hievten sie von 11 auf 9, bzw. 12 auf 10. Deutlich verloren hat hingegen der 1. FC Kaiserlautern, neuer Letzter ist der SC Freiburg, da Hoffenheim sich trotz der schwachen Zahl aus dem Leverkusen-Spiel leicht verbesserte. Ganz vorn bleiben Bayern München, Schalke 04, der HSV und Hannover 96.

In der vielleicht etwas gerechteren Tabelle, in der nur die samstäglichen 15.30-Uhr-Spiele gewertet werden, es also keine Vorteile bringt, wenn man oft an den anderen Anstoßzeiten ohne direkte Konkurrenz kickt, macht Werder Bremen logischerweise den größten Sprung. Dank der Top-Quote aus dem Bayern-Spiel springen die Bremer von 7 auf 3. Davor bleiben Bayern München und Schalke 04, hinter Bremen folgen der HSV und Dortmund. Ganz hinten mit Durchschnitts-Werten von jeweils nur 20.000 Zuschauern: der FC Augsburg und Bayer Leverkusen.

Würde man nun noch die Bayern-Spiele aus der Wertung nehmen, deren Quoten immer auch den jeweiligen Gegnern helfen, sähe die Tabellensituation so aus, dass Schalke 04 vor Borussia Dortmund, dem VfB Stuttgart und Werder Bremen führt. Am Tabellenende läge hinter Augsburg und Leverkusen noch der VfL Wolfsburg – mit ebenfalls nur 20.000 Zuschauern.

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