Europäischer Filmpreis: „Melancholia“ gewinnt

Lars von Triers Drama "Melancholia" ist zum besten Film beim 24. Europäischen Filmpreis gewählt worden. Der einzige deutsche Vertreter Wim Wenders erhielt eine Auszeichnung für "Pina" als beste Dokumentation. Die Preisträger von Trier, Collin Firth und Tilda Swinton blieben der Veranstaltung am Samstagabend in Berlin fern.

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Von Triers "Melancholia" wurde schon im Vorfeld als großer Favorit gehandelt. Zu Recht: Das in acht Kategorien nominierte Endzeitdrama konnte neben der Auszeichnung als bester Film auch in den Kategorien bestes Szenenbild und beste Kameraführung abräumen. Regisseur von Trier, der mit missglückten Hitler-Witzen beim Filmfest in Cannes für Furore sorgte, wollte den Preis aber nicht persönlich entgegennehmen. Stellvertretend kam seine Frau Bente Froge auf die Bühne und ließ ausrichten, dass ihr Mann sie angehalten habe, nichts zu sagen. "Er gibt keine Statements mehr ab. Aber ich soll Ihnen freundlich winken".
Auch Firth, ausgezeichnet als bester Schauspieler für seine Rolle als stotternder König in "The King’s Speech" und Swinton, Preisträgerin in der Kategorie beste Schauspielerin in "We need to talk about Kevin", konnten ihren Preis nicht persönlich entgegennehmen.
Als einziger deutscher Vertreter gewann Wim Wenders mit "Pina", eine Dokumentation über die 2009 verstorbene Choreografin Pina Bausch. Den Regiepreis erhielt die Dänin Susanne Bier für das Sozialdrama "In einer besseren Welt". Ein spontaner Sonderpreis ging an den 85-jährigen Franzosen Michel Piccoli für seine Rolle als Kardinal Melville in dem Film "Habemus Papam".

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