taz gründet Recherche-Ressort

Die taz stellt sich neu auf: Die Berliner haben ein neues Recherche- und Reportage-Ressort gegründet. Geleitet wird das vierköpfige Team von Kai Schlieter. Darüber hinaus werden Print- und Online-CvDs zusammengelegt, um die Produktionsaufgaben für beide Kanäle zu bündeln und zu optimieren. Das Ressort wird weiter von Online-Chef Matthias Urbach geleitet. Dazu gibt es ein neues Planungsressort: Ihm stehen Klaus Hillenbrand, ehemals Chef vom Dienst, und Gereon Asmuth als Leiter vor. Sie werden künftig für die Produktion und Gestaltung der Titel- sowie Schwerpunktseiten zuständig sein.

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"Mit einer entsprechend größeren journalistischen Schlagkraft soll so die große Stärke der taz, ihre journalistische Unabhängigkeit, noch besser genutzt werden und sich in Recherchen wie beispielsweise der Geschichte zu den Machenschaften der Atomlobby manifestieren", begründet Chefredakteurin Ines Pohl die Änderungen.
Nach eigenen Angaben hat die taz "nach guten zwei Jahren auch 2011 ein positives wirtschaftliches Ergebnis" erreicht. Die taz-Genossenschaft bilde im 20. Jahr ihres Bestehens ein erfolgreiches und bundesweit einzigartiges Finanzierungsmodell. Vor dem Hintergrund
wachsender Unsicherheit gerade im Markt der Printmedien sehe sich die Tageszeitung damit gut auf die voranschreitenden technischen und journalistischen Neuerungen vorbereitet, heißt es in der Mitteilung. Eine Gefahr von Stellenabbau bestehe nicht. "Wir haben die Möglichkeit, Dinge auszuprobieren und nach kreativen Lösungen zu suchen, ohne mit dem Rücken an der Wand zu stehen", sagt Pohl, "eine sehr komfortable Lage, wenn man auf andere Häuser blickt."
Insgesamt kommt die taz im dritten Quartal 2011 laut IVW auf einen Gesamtverkauf von 52.515 Exemplaren, davon 44.010 Abonnements. Von der Regionalausgabe taz Berlin wurden 10.335 Exemplaren verkauft. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahresquartal einem Minus von einem Prozent.
Update 1.12.2011, 11.30 Uhr: In der ersten Fassung dieses Artikels war ein Fehler enthalten, der korrigiert wurde: Dem zusammengelegten Ressort aus Print- und Online-CvDs wird Matthias Urbach vorstehen und nicht, wie zuerst berichtet, Klaus Hillenbrand und Gereon Asmuth.

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