Historischer Minusrekord für Das Erste

Was für ein schwacher Herbst für die ARD. Nach zweimal 11,8% im September und Oktober stürzte Das Erste im November mit 11,6% auf den schlechtesten jemals erreichten Monats-Marktanteil. Erstmals seit Juli fiel man damit auch hinter das ZDF zurück, vorn bleibt Dauersieger RTL. Die Kölner führen natürlich auch bei den 14- bis 49-Jährigen weiterhin den Markt an - mit 18,3% und einem Vorsprung von 6,3 Punkten. Aufsteiger des Monats ist Sat.1, das deutlich mehr Quotenhits als zuletzt im Programm hatte.

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Der November im Gesamtpublikum:

Schon die 11,8% der Monate September und Oktober waren für Das Erste der schwächste jemals erreichte Monats-Marktanteil. Mit den 11,6% unterbietet der Sender diese Werte nun noch einmal. Zum Vergleich: Bis zum September landete Das Erste in seiner Historie nur einmal unter 12%, nun schon dreimal hintereinander. Große Zuschauerzahlen erzielte man im November mit Fußball, den "Tatorten" und "In aller Freundschaft", andere große Highlights fehlten weitgehend. Zudem macht dem Sender weiterhin die Programmreform mit dem erfolglosen Talk-Overkill zu schaffen. Der Rückstand auf RTL, das mit 14,3% ebenfalls leicht gegenüber dem Oktober verlor, bleibt riesig, das ZDF zog mit 11,9% erstmals seit Juli am Ersten vorbei.

Und: Selbst der Vorsprung auf Sat.1, das sich von 9,9% auf 10,6% verbesserte, schrumpfte auf nur noch einen Prozentpunkt zusammen. ProSieben büßte dahinter 0,3 Zähler ein, kabel eins sogar 0,4, Vox verbesserte sich leicht und RTL II blieb auf seinem Oktober-Marktanteil von 3,7%.

Das mit Abstand meistgesehene Programm war im November das Fußball-Länderspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden, das am 15. im ZDF 12,84 Mio. Fans einschalteten. Auch das Halbzeit-"heute-journal" kletterte über die 10-Mio.-Marke, "Wetten, dass..?" verfehlte dieses Ziel auf Platz 3 nur hauchdünn. Das Erste brachte ein weiteres Länderspiel und drei "Tatorte" in die Top Ten, RTL das "Wer wird Millionär?-Promi-Special" und eine eingebettete Ausgabe des "Spendenmarathons". "Das Traumschiff" komplettiert die Top Ten.

Der November bei den 14- bis 49-Jährigen:

Auch im jungen Publikum heißt der Aufsteiger des Monats Sat.1. Um 0,9 Punkte auf 10,9% verbesserte sich der Sender nach seinem Oktober-Tief. Ein Grund für die positive Entwicklung: deutlich mehr große Quoten-Highlights als im Vormonat. Immerhin 13 Sendungen schafften den Sprung über die 2-Mio.-Marke, darunter natürlich die Champions League mit Bayern München und Borussia Dortmund, der neue Casting-Hit "The Voice of Germany" und Filme wie "Männerherzen", "Keinohrhasen" und "Fluch der Karibik".

Im Sender-Ranking bleibt man zwar weiterhin die Nummer 3 hinter RTL und ProSieben, doch der Rückstand auf das Senderfamilienmitglied ProSieben schrumpfte von 2,6 Zählern auf nur noch 1,1. Neben dem Sat.1-Wachstum war dafür auch das 0,6-Punkte-Minus von ProSieben verantwortlich. Auch RTL landete unter den Oktober-Zahlen, ebenso wie kabel eins. Nach oben ging es neben Sat.1 auch für Vox und das ZDF. RTL II und Das Erste blieben im jungen Publikum unverändert.

Auch in der jungen Zielgruppe war das Länderspiel gegen die Niederlande der Straßenfeger Nummer 1. 4,58 Mio. 14- bis 49-Jährige sahen das Match am 15. November im ZDF. Dahinter folgen dann zwei RTL-Programme, vor den Casting-Hit "Das Supertalent" setzte sich überraschenderweise noch der Nicolas-Cage-Film "Knowing". ProSieben brachte "Wall-E" in die Top Ten, die beiden ersten Ausgaben von "The Voice of Germany" verfehlten die Monats-Top-20 mit 3,07 Mio. (ProSieben) 3,05 Mio. (Sat.1) auf den Rängen 21 und 23 nur hauchdünn.

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