Wieder kein Urteil im „Aphrodite-Stinkefinger-Prozess“

Zum zweiten Mal vertagt: Im Streit zwischen dem Focus und sieben Griechen hat es auch am heutigen Dienstag keine Entscheidung gegeben. Wie der Spiegel schreibt, haben sieben der insgesamt 13 Angeklagten am ersten Prozesstag Verfahrensfehler beanstandet und die örtliche Zuständigkeit des Gerichts infrage gestellt.

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Diese Einwände wies das Gericht jedoch ab. Der nächste Verhandlungstermin ist für den 9. Dezember angesetzt. Der Prozess wird damit zum zweiten Mal vertagt. Ende August hatte Sueddeutsche.de berichtet, dass der erste Gerichtstermin vertagt werden müsse, weil zwei Verteidiger fehlten und einigen Angeklagten noch keine Zustellungsurkunden für den Ladungsbefehl vorlagen.
In dem Streit geht es um ein Februar-Titelblatt des Focus, dass die griechische Göttin Aphrodite mit einem Stinkefinger zeigt. Der Titel lautete dazu "Betrüger in der Eurofamilie" – eine Anspielung auf die Finanzlage Griechenlands. Sieben griechische Bürger hatten dies als Beleidigung empfunden, woraufhin das Nachrichtenmagazin und mehrere seiner Redakteure wegen übler Nachrede, Verleumdung und Verunglimpfung griechischer Staatssymbole angezeigt wurden. Der Focus hatte die Aufmachung als Satire begründet.
Der Burda-Verlag bleibt auch weiterhin bei dieser Darstellung. Von den Rechtsanwälten heißt es, dass sie die Anzeige für "absurd" halten. Sollte sich der Focus entschuldigen, bestünde die Möglichkeit, dass die Griechen ihre Klage fallen lassen.

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