Digital-Leser: männlich, gebildet, reich

Das us-amerikanische Marktforschungsunternehmen GfK MRI (eine Tochtergesellschaft der Nürnberger GfK) hat eine Studie über das Nutzungsverhalten digitaler Magazine durchgeführt. Überraschendes Ergebnis: Laut der Studie konsumieren elf Prozent des Gesamtpublikums Magazine nur noch in digitaler Form. Interessant ist dabei auch, dass ein Großteil der Nur-Digital-Leser männlich ist, nämlich 63 Prozent, und überdurchschnittlich gebildet. Im Frühjahr will GfK MRI genauere Daten veröffentlichen.

Anzeige

Zunächst muss man aber erklären, auf welcher Basis die Messung der GfK MRI zustande kommt. Das von dem Unternehmen definierte “Brutto-Gesamtpublikum” (Total Gross Magazine Audience) bezieht sich auf die Anzahl an Konsumenten-Kontakten mit Magazin-Inhalten – egal ob in gedruckter Form via Tablet, Laptop, PC, E-Reader oder Smartphone. Datenbasis sind Befragungen von erwachsenen US-Bürgern im Rahmen einer Konsumenten-Studie (Survey of the American Consumer) für die regelmäßig 26.000 Haushalte nach ihren Konsum-Gewohnheiten befragt werden.

Mit diesen Daten haben die Leute bei GfK MRI nun errechnet, dass es zwischen März und Oktober2011 insgesamt 1,58 Milliarden Publikumskontakte mit Magazin-Inhalten in den USA gegeben hat. Davon entfielen 1,278 Mrd. Kontakte ausschließlich auf Print-Inhalte, 135 Mio. Kontakte auf kombinierte Print und Digital-Inhalte und 166 Mio. Kontakte nur auf Digital-Inhalte (entspricht 11 Prozent der Gesamt-Kontakte).

“Wir können nun den Prozentsatz des Gesamt-Publikums messen, der Magazin-Inhalte nur über digitale Plattformen konsumiert, im Gegensatz zum Print-Produkt. Mit der GfK MRI Veröffentlichung im Frühjahr 2012 werden wir dann zwei Erhebungs-Wellen mit Titel-spezifischen Daten haben, die das digitale Lesen noch besser einordnen”, sagt Julian Baim, Executive Vice President und Chief Research Officer bei GfK MRI. Im Gegensatz zu den Nur-Print-Lesern sind die reinen Digital-Konsumenten in erster gut ausgebildete, jüngere Männer. Zudem haben die Nur-Digital-Leser in den USA ein durchschnittliches Haushaltseinkommen von über 100.000 Dollar pro Jahr. Deutlich mehr als bei den Nur-Print-Konsumenten.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige