Börsengang: Facebook soll 100 Mrd. wert sein

Die Rahmendaten für den kommenden Börsengang von Facebook werden immer deutlicher: Wie das Wall Street Journal berichtet, peilt das weltgrößte Social Network das zweite Quartal nächsten Jahres für sein Going Public an die Wall Street an. Damit liegt Facebook im Rahmen der Veröffentlichungsfrist seiner Bilanz. Wie die Zeitung schreibt, strebt Facebook aus dem Stand eine Bewertung von über 100 Milliarden Dollar an – allein 10 Milliarden sollen im Zuge des IPOs direkt erlöst werden.

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Die Rahmendaten für den kommenden Börsengang von Facebook werden immer deutlicher: Wie das Wall Street Journal berichtet, peilt das weltgrößte Social Network das zweite Quartal nächsten Jahres für sein Going Public an die Wall Street an. Damit liegt Facebook im Rahmen der Veröffentlichungsfrist seiner Bilanz. Wie die Zeitung schreibt, strebt Facebook aus dem Stand eine Bewertung von über 100 Milliarden Dollar an – allein 10 Milliarden sollen im Zuge des IPOs direkt erlöst werden.

Der Countdown läuft: Wie das gewöhnlich gut unterrichtete Wall Street Journal berichtet, strebt Facebook zwischen April und Juni nächsten Jahres den lang erwarteten Börsengang an. IPO-Gerüchte, die in der vergangenen Woche kursierten, finden damit weitgehend ihre Bestätigung. Der Business Insider hatte nach Informationen von Facebook-nahe Kreisen Firmengründer Mark Zuckerberg mit den Worten zitiert: "Das IPO kommt". 

Wie im Report des Business Insider berichtet nun auch das Wall Street Journal, Facebook könne noch dieses Jahr einen Zulassungsantrag bei der US-Börsenaufsicht SEC einreichen. Den tatsächlichen Gang an den Aktienmarkt terminiert das Wall Street Journal etwas konservativer als der Business Insider – nämlich auf das zweite Quartal 2012.

Börsengang voll im Zeitplan: Nach der Bilanzveröffentlichung an die Wall Street
Das Timing macht Sinn: Es dauert gewöhnlich einige Wochen, bis Fonds und Analysten ihre Handelsaktivität und Coverage im neuen Jahr in vollem Umfang aufnehmen – dazu kommt die Berichtssaison in Januar. Vor einem Börsengang wird zudem die Roadshow bei potenziellen Investoren durchgeführt, die gewöhnlich zwei Wochen dauert. Zuvor müssen die den Börsengang begleitenden Banken ausgewählt und benannt werden – insofern erscheint ein Zeitfenster ab dem zweiten Quartal realistisch.
Damit läge Facebook auch in einer anderen Angelegenheit im Zeitplan: Nach Überschreiten der Grenze von 500 Aktionären muss Facebook seine Finanzen bis April ohnehin veröffentlichen. Das weltgrößte Social Network würde dann pünktlich  zum Börsengang mit seiner offiziellen Bilanz auftrumpfen. Das Engagement der Wall Street-Ikone Goldman Sachs Anfang, die die Aktionärsstruktur mit dem Verkauf von Facebook-Aktien an wohlhabende Kunden erst ausdehnte, wurde ohnehin bereits als Fingerzeig gedeutet.
Mit mehr als 100 Milliarden Dollar Börsenwert an die Wall  Street

Als größte Unbekannte erschien lange der mögliche Börsenwert, den Facebook anstreben könnte. Goldman Sachs hatte im Januar dieses Jahres Aktien des Internet-Unternehmens zu einem Firmenwert von 50 Milliarden Dollar veräußert – nun kursiert knapp ein Jahr später schon die doppelt so hohe Summe.

Eine Überraschung wäre ein IPO für 100 Milliarden Dollar, so astronomisch die Summe für einen Börsenneuling zunächst auch erscheinen mag, nicht. Schon in diesem Sommer kursierte diese Zielmarke als mögliche Größenordnung für ein IPO. Analysten wie Rory Maher von Hillside Partners starteten ihre Coverage mit einem erwarteten Börsenwert von 90 Milliarden Dollar, während Facebook am Sekundärmarkt selbst bereits für 80 Milliarden Dollar gehandelt wird.

Angesichts der Exzesse um Internet-Debütanten wie Groupon erscheint ein weiterer Aufschlag also nicht ungewöhnlich.  Mit einer Marktkapitalisierung  von 100 Milliarden Dollar wäre der Facebook-Börsengang, der dem Unternehmen dem WSJ zufolge selbst mehr als 10 Milliarden Dollar in die Kasse spülen soll, das mit Abstand größte IPO eines Internet- oder Technologie-Unternehmens – und das zweitgrößte aller Zeiten. 2007 debütierte die Industrial and Commerce Bank of China an der Börse mit einer Marktkapitalsierung von 147 Milliarden Dollar.

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