Wikileaks updatet seinen Briefkasten

Die Enthüllungsplattform Wikileaks hat für den 1. Dezember eine Pressekonferenz in London anberaumt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung soll ein umfassendes Sicherheitsupdate der Upload-Funktion stehen. Grund sei die andauernde Kompromittierung des SSL-Standards, der nach etlichen Angriff durch Cyberkriminelle keine ausreichende Sicherheit mehr für Informanten bieten würde. Auf dem News World Summit in Hong-Kong machte Grüner Julian Assange auch die Ermittlungsbehörden dafür verantwortlich.

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Das neue Sicherheitssystem bezeichnete Wikileaks in einem Tweet als “state of the art”. Der Aufbau dieses Systems sei sehr komplex gewesen. Ursprünglich war die Umstellung für den 28. Mai geplant gewesen. Um die Whistleblower-Plattform aber gegen den Zugriff durch Dritte sicher zu machen, habe man sich für einen späteren Startpunkt entschieden.

SSL, eigentlich als Netzwerkprotokoll zur sicheren Übetragung vom Daten im Netz gedacht, wurde im Laufe des Jahres mehrmals kompromittiert. Im März konnten Unbekannte für sieben Domains gefälschte Zertifikate anmelden. Diese ermöglichen es Kriminellen theoretisch, eine Webseite mit Schadsoftware als das zertifizierte Original auszuweisen. Den Unterschied merkt der User erst dann, wenn es schon zu spät ist und Viren oder Würmer auf dem infizierten Rechner abgelegt wurden.

Für eine Reparatur des Protokolls sei es zu spät, erklärte Wikileaks in einer Mitteilung. Die Pressekonferenz wird am 1. Dezember und 12.30 Uhr in London stattfinden. Den Veranstaltungsort will der Portalbetreiber Anfang der Woche mitteilen. Journalisten können sich unter wikileaks.pressconference@mail.be akkreditieren. Die Plätze sind begrenzt, der Zulauf dürfte enorm sein.

Auf dem diesjährigen News World Summit des Global Editors Network in Hong-Kong machte Julian Assange per Skype-Konferenz zugeschaltet die Ermittlungsbehörden für die Unterwanderung fundamentaler Sicherheitssysteme im Web verantwortlich. Dazu würde auch gehören, dass jegliche Informationen, die bei Google oder Yahoo hinterlegt sind, jeder Behörde zugänglich seien.

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