Sky kämpft mit Telekom um Bundesligarechte

Der Chef des Pay-TV-Anbieters Sky, Brian Sullivan, fordert die Deutsche Telekom heraus. Beim Bieterverfahren um die kommenden Bundesligarechte will der Sender auch um die IT- und Mobilfunkrechte kämpfen, die derzeit bei der Telekom liegen. „Wir interessieren uns zunächst für alle Rechte“, sagte Sullivan dem Focus. „Wir wollen mehr Programm zeigen können und das auch mobil auf Smartphones und Tablet PCs.“ Das Vergabeverfahren der Bundesligarechte ab 2013 wird voraussichtlich im Januar starten.

Anzeige

Das Vergabeverfahren der Bundesligarechte sorgt seit längerem für Aufregung. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) übt dabei Druck auf die ARD-„Sportschau“ aus: Um mehr Geld in die Kassen der Vereine zu spülen, fordert der Verband ein neues Modell für die Vergabe der TV-Übertragungsrechte. Die DFL will durch attraktive Exklusivrechte für Web- und Mobil-Übertragungen neue Bieter anlocken und damit höhere Preise erzielen.
Der Sky-Chef dementierte indes im Focus-Interview Gerüchte, dass sich Deutschlands größter Pay-TV-Anbieter von der Formel-Eins-Übertragung trennen wolle. Man hinterfrage lediglich, ob es weiterhin eine „intelligente Investition“ sei. Auf die Frage, ob er erneut bieten wolle, sagte Sullivan dem Focus: „Das ist mehr als nur möglich“.
Sky zählt knapp 2,9 Millionen Kunden und versucht derzeit, nicht allein von der Bundesliga-Übertragung abhängig zu bleiben. So startet Sullivan ab 1. Dezember den Sportnachrichtensender Sky Sport News. Er soll 24 Stunden laufen. Die ersten vier Wochen wird er laut Sky auch im digitalen Free-TV zu sehen sein.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige