Handelsblatt gründet Startup-Inkubator

Die Verlagsgruppe Handelsblatt will stärker in digitale Geschäftsmodelle investieren und gründet gemeinsam mit dem Kölner Inkubator crossventures die Beteiligungsgesellschaft VHB digital. Damit will sich das Unternehmen an Startups beteiligen, die innovative digitale Produkte und Dienstleistungen entwickeln und entsprechende Geschäftsmodelle selber aufbauen, bevorzugt verlagsnah. Das erste Förderprojekt der Investoren ist das in Wien ansässige Anlegerportal wikifolio.

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Dem Handelsblatt gehören 60 Prozent der Anteile an der neuen Gesellschaft, die weiteren 40 Prozent besitzt crossventures. Geleitet wird VHB digital von Michael Stollarz, Geschäftsführer der Verlagsgruppe Handelsblatt, und René Kaute, einem der Gründer von crossventures. Um sich der neuen Aufgabe ganz widmen zu können, zieht sich René Kaute mit dem Start von VHB digital als Geschäftsführer bei crossventures zurück.
„Entscheidend ist, dass die jungen Unternehmen inhaltlich zu den Themenfeldern Wirtschaft und Finanzen, Börse oder Job und Karriere und damit zur Verlagsgruppe Handelsblatt passen“, sagte Stollarz. „Wir freuen uns, mit crossventures einen Partner gewonnen zu haben, der über umfassende Expertise in der Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle sowie den Zugang zu einem qualifizierten Netzwerk verfügt.”
Neben der Förderung von jungen Unternehmen will VHB digital eigene, neuartige digitale Geschäftsideen entwickeln und umsetzen. Ein gemeinsames Komitee soll über die Investitionen entscheiden. „Mit der Verlagsgruppe Handelsblatt haben wir ein breit aufgestelltes Medienunternehmen an unserer Seite, das mit seiner umfassenden Media- und Online-Erfahrung einen erheblichen Wertbeitrag zu einem gelungenen Marktstart der Beteiligungen leisten kann”, sagte crossventures-Geschäftsführer Sven C. Sixt.
Das Anlegerportal wikifolio ist das erste eigene Beteiligungsunternehmen von VHB digital. Das Wiener Startup ist ein Internetportal, das es privaten Kleinanlegern ermöglichen soll, bereits mit Beträgen ab 25 Euro auf dem Kapitalmarkt tätig zu sein und von den Investitionsentscheidungen professioneller Trader zu profitieren. Dem „Wiki-Prinzip” folgend, sollen Trader auf der Internetplattform ihre grundlegende Anlagestrategie für ihr jeweiliges „wikifolio“ erklären und damit ihren „Followern” ermöglichen, sich an dieser Strategie zu beteiligen. Zielgruppe sind sowohl erfahrene Privatanleger, die ihr Wissen ausbauen möchten, als auch Einsteiger, die ohne Angst vor versteckten Risiken den Kapitalmarkt erkunden möchten.

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