Konstantins Gaga-Video bei Facebook

Konstantin Neven DuMont hat sich wieder zu Wort gemeldet. Diesmal übt er in einem Video, das er bei Facebook veröffentlicht hat, Medienkritik an der Axel-Springer-Zeitung Die Welt. Natürlich geht es auch dabei wieder um den Konflikt mit seinem Vater, dem Kölner Verleger Alfred Neven DuMont. Der sei von der Welt mit den Worten zitiert worden, dass Konstantin “von Sinnen” sei. “Ich kann mich aber nicht erinnern, jemals von Sinnen gewesen zu sein”, sagt der Verleger-Sohn in dem Video mit Gaga-Charakter.

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“Willkommen, liebe Freunde der Medienkritik”, so beginnt Konstantin Neven DuMont sein gut dreiminütiges Video, das ihn unscharf vor einer weißen Wand zeigt. “Heute schreib’ ich die Kritik nicht, sondern spreche hier in meine Laptop-Kamera. Ich bin jetzt gerade auch ein bisschen zu faul, das hier alles aufzuschreiben.”

Seine Medienkritik dreht sich um einen Artikel in der Welt, der über eine Lesung seines Vaters Alfred aus dessen neuem Roman “Vaters Rückkehr” berichtet. Konstantin Neven DuMont versieht das Buch in dem Video ebenso falsch wie vielsagend mit dem Titel "Der verlorene Sohn". In dem Welt-Artikel sei die Rede davon, dass er, Konstantin, erst 2010 in den Vorstand des Verlags berufen worden sei und nach heftigem Streit mit seinem Vater wieder abberufen wurde. Außerdem habe Alfred Neven DuMont laut dem Welt-Artikel geäußert, dass er, Konstantin, “von Sinnen” gewesen sei.

Nun war DuMont junior in der Tat schon Anfang 2009 im Vorstand des elterlichen Zeitungsverlages und das Zitat mit dem “von Sinnen” stimme auch nicht. Konstantin im Video wörtlich: “Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich jemals von Sinnen war.” Er habe seinen Vater angerufen und der habe gesagt, dass er in Hamburg gar nicht über ihn gesprochen habe.

“Hier kann man mal wieder sehen, wie schlecht einige Journalisten recherchieren. Da wird ja selbst das viel gescholtene Wikipedia noch zu einem seriösen Medium”, so der Verleger-Sohn. Er schließt mit der eindringlichen Bitte, “immer aufzupassen, was in der Zeitung steht”. Denn: “Manchmal entspricht es nicht der Wahrheit. In dem Sinne, einen schönen Tag.” Man könnte über die ungelenke Art, wie er sich in dem Video präsentiert lachen. Aber eigentlich ist der nicht enden wollende, öffentlich zelebrierte Vater-und-Sohn-Konflikt der DuMonts eine tieftraurige Geschichte.

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