15 Mio. Euro: Milliardär verklagt Handelsblatt

Der Ex-Bankier August Baron von Finck verklagt das Handelsblatt auf die stolze Summe von 15,25 Millionen Euro. Der 81-Jährige sieht sich durch die Berichterstattung im Rahmen der Luxemburger Steueraffäre durch die Wirtschaftszeitung schwer geschädigt. Der Milliardär macht laut Süddeutscher Zeitung auch Ansprüche auf Unterlassung und Widerruf geltend. Die Handelsblatt GmbH und Chefredakteur Gabor Steingart werden aufgefordert, angeblich falsche Tatsachenbehauptungen zu unterlassen.

Anzeige

Von Fincks Anwalt Kurt Kiethe erklärte gegenüber der Süddeutschen Zeitung, dass es sich bei der Klage vor allem um eine "entschädigungswürdige schwere Persönlichkeitsrechtsverletzung" handeln würde. 
Zum Hintergrund: Das Handelsblatt hatte Mitte Oktober sowohl in der Printausgabe als auch online unter dem Titel "Razzia bei Baron Finck" über staatsanwaltschaftliche Durchsuchungen bei Fincks VM Vermögens-Management GmbH in Düsseldorf, München und Stuttgart wegen des Verdachts auf Beihilfe zur Steuerhinterziehung berichtet. Im Oktober hatte die Bochumer Staatsanwaltschaft erste Verfahren wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung eingeleitet, von denen unter anderem Manager von Fincks Vermögensverwaltung betroffen waren.

Die Geschichten wurden unter anderem mit Aufnahmen von von Fincks Privathaus in der Schweiz bebildert. Nun sieht sich der ehemalige Bankier verleumdet.

Ein Sprecher des Handelsblatt erklärte, dass eine entsprechende Klageschrift den Verlag bislang nicht erreicht habe. Eine Gegendarstellung habe der Milliardär nicht gefordert. Die Ansprüche habe man abgelehnt.

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige