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„Twilight“: Bravo kommt mit drei Covern

Es sind keine einfachen Zeiten für Jugendmagazine: Seit Monaten fehlt es an neuen Mega-Trends, Film- und Musik-Stars, um die Teenies an die Kioske zu locken. Da kommt den Machern von Bravo & Co. der vierte Teil der "Twilight"-Saga gerade recht. Denn nichts scheint die Jugendlichen von heute mehr zu begeistern als die US-Vampir-Schnulze. Auch die Bravo will von dem Hype profitieren und wird in ihrer morgigen Ausgabe erstmals mit drei unterschiedlichen Covern erscheinen.

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Auf den Titelbildern ist – logischerweise – jeweils einer der drei Hauptdarsteller, Kristen Stewart, Robert Pattinson und Taylor Lautner, zu sehen. Das gab es in der 55-jährigen Geschichte des Jugendmagazins noch nie. Die Inhalte selber sind jedoch in allen drei Ausgaben identisch: Es gibt ein großes Interview mit allen drei Hauptdarstellern. Die Tripple-Ausgabe ist nur der Anfang einer großen "Twilight"-Offensive. In den nächsten Wochen wird Chefredakteur Philipp Jessen jede Woche einen neuen Dreh finden, den Trend weiter zutreiben.

Drei Mal "Twilight" auf dem Titel

Die drei Titelbilder sind der nächste Schritt in der Öffnung des Jugendmagazins. Chefredakteur Jessen bricht seit seinem Amtsantritt immer wieder mit Traditionen des Teenie-Blattes. So brachte er mit "Atomkraft, nein Danke" das erste politische Poster in das Heft und mit Steve Jobs den ersten Unternehmens-Boss an die Wände von Deutschlands Kinderzimmern.

Mit Hilfe dieser Neuerungen kämpfen die Münchner gegen die aktuellen Auflagenverluste. Wie kaum ein anderes Print-Segment haben Jugendzeitschriften mit teils kräftigen Verkaufs-Einbußen zu kämpfen. So verlor die Bravo im dritten Quartal 15 Prozent ihrer Gesamtauflage. Aktuell verkauft das Bauer-Magazin noch 409.885 Exemplare pro Woche.

Damit schlagen sich die Münchner im Vergleich zur Konkurrenz noch beachtlich. Der einstige große Rivale Popcorn kommt nur noch auf einen Gesamtverkauf von 186.801 Exemplaren. Innerhalb von fünf Jahren verlor das Magazin 41 Prozent seiner Verkäufe.

Der "Twilight"-Hype soll jetzt helfen, die Auflage wieder zu stabilieren. Wenn alle Fans – im Idealfall – auch alle drei Cover kaufen, dürfte sich die Verlagsmanager um die Auflage der Ausgabe 48 keine Sorgen machen.

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