Anke Engelke sagt „Wetten, dass..?“ ab

Der Posten des "Wetten, dass..?"-Moderators bleibt weiter vakant: Entertainerin Anke Engelke will nicht die Nachfolge von Thomas Gottschalk antreten. Die 45-Jährige sagte im Spiegel-Interview: "Ich spiele gern Sketche, co-moderiere gern ein Event wie den 'Eurovision Song Contest', aber ich bin keine Rampensau." Zudem plage sie noch immer ein "Late-Night-Trauma", seit sie 2004 die Nachfolge von Harald Schmidt bei Sat.1 antreten sollte, die nach 78 Folgen abgesetzt wurde.

Anzeige

"Bei ‚Anke Late Night‘ habe ich mich immer dafür geschämt, wenn die Menschen glaubten, der Eingangsmonolog sei von mir, dabei war er von meinen Autoren, und ich habe nur so getan, als falle mir alles spontan ein", wird Engelke zitiert. Auch einer Doppelmoderation der ZDF-Sendung mit ihrem Kollegen Bastian Pastewka als Volksmusik-Persiflage Wolfgang und Anneliese erteilt sie eine Absage. "Nein, dafür ist das eine zu ernste Angelegenheit. Diese Sendung bedeutet den Menschen wirklich etwas, und das darf man ihnen nicht nehmen", so die Komikerin.
Laut Pastewka brauche die Sendung einen realen Moderator: "Im Mittelpunkt müssen die Kandidaten stehen, die über Flaschen laufen oder mit einem Bagger ein Feuerzeug anmachen. Wolfgang und Anneliese wären zu laut." Der 39-Jährige hält eine Einstellung des Formats für das Beste: "Ich kann mir schwer vorstellen, dass es ohne Thomas Gottschalk funktioniert. Man könnte sich doch etwas ganz Verrücktes, Neues ausdenken."
In dem Spiegel-Doppelinterview äußern sich Engelke und Pastewka auch zu ihrem Haussender. Beide verspürten gegenüber Sat.1 eine "Grunddankbarkeit", dennoch kritisierten sie die internen Vorgehensweisen. "Es kommt selten zu verbindlichen Ansagen, es fehlt die Begeisterung, weil offenbar die Rechnungsabteilung das Programm bestimmt. Ich mache meine Reihe ‚Pastewka‘ seit 2004 und hatte seither gefühlt mehr Unterhaltungschefs als Staffeln", so Pastewka. Dass der Sender mit schlechten Quoten zu kämpfen habe, die "Oliver Pocher Show" eingestellt wurde und auch das Magazin von Johannes B. Kerner bis Ende des Jahres vom Bildschirm verschwinde, begründet er mit der "Verkonzernisierung" bei Sat.1: "Seitdem ist die Unschuld raus, und man sendet in den luftleeren Raum."

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige