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Polizei: Facebook am Steuer wird teuer

Facebook-Gruppen, in denen auf Radarfallen oder Fahrkartenkontrollen hingewiesen wird, werden immer beliebter. Doch aufgepasst: Wer sich während der Autofahrt in dem Social Network mit seinem Smartphone über aktuelle Blitzer informiert, kann dafür zur Kasse gebeten werden. Wie die Hamburger Morgenpost mit Verweis auf den ADAC schreibt, kann die Polizei für diese Ordnungswidrigkeit ein Bußgeld von 75 Euro berechnen. Obendrauf gibt es vier Punkte in Flensburg.

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Auf der ADAC-Homepage heißt es: "Findet die Polizei im Rahmen einer Verkehrskontrolle einen Radarwarner, kann er sichergestellt und auch vernichtet werden. Diese Vorgehensweise ist aber nicht ohne Weiteres auf Navigationsgeräte oder Mobiltelefone übertragbar: Da solche Geräte vorrangig eine andere Funktion erfüllen, bestehen erhebliche Zweifel, ob eine Beschlagnahme oder gar Vernichtung verhältnismäßig wäre." Hauptsächlich geht es den Ordnungshütern darum, Geräte die über einen POI-Warner verfügen, aus dem Verkehr zu ziehen.

Bei Facebook gibt es mehrere regionale Gruppen, die auf Radarfallen aufmerksam machen. Beispielsweise zählt die Gruppe "Polizeikontrollen Hamburg" derzeit 18.390 Fans, "Polizeikontrollen Stuttgart" kommt auf 16.110 Fans und 11.701 Facebook-Usern gefällt "Blitzerwarnungen für Landkreise FRG / PA / DEG / REG". Dazu gibt es seit Kurzem das überregionale Forum Polizei-Kontrollen.de.

Im August hatte ein Sprecher der Polizei Hamburg gegenüber MEEDIA gesagt, dass man nichts gegen solche Facebook-Gruppen habe. Ihr Anliegen sei die Verkehrssicherheit und nicht das Abzocken von Autofahrern. Des Weiteren würden die Statusmeldungen auch dazu führen, dass an den entsprechenden Stellen langsamer gefahren werde.

Ob nun Surfen oder Telefonieren während der Fahrt: Beides ist verboten und wird mit Bußgeld bestraft. In Deutschland werden für das Telefonieren via Handy 40 Euro und ein Punkt in Flensburg fällig.

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