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Freifahrtschein für Facebooks Börsengang

Die Bahn wäre frei für das weltgrößte soziale Netzwerk: Spätestens nach dem sehr erfolgreichen Börsendebüt von Groupon, das dem Schnäppchenportal eine Bewertung von in der Spitze fast 20 Milliarden Dollar verschaffte, sind die Aussichten für Facebooks Börsenpläne besser denn je. Mit stolzen 75 Milliarden Dollar werden die Anteilsscheine aktuell am Sekundärmarkt gehandelt. Bleibt nur die Frage, ob es im nächsten Jahr endlich so weit ist. Zynga steht unterdessen vor einer zweistelligen Milliarden-Bewertung.

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Die Bahn wäre frei für das weltgrößte soziale Netzwerk: Spätestens nach dem sehr erfolgreichen Börsendebüt von Groupon, das dem Schnäppchenportal eine Bewertung von in der Spitze fast 20 Milliarden Dollar verschaffte, sind die Aussichten für Facebooks Börsenpläne besser denn je. Mit stolzen 75 Milliarden Dollar werden die Anteilsscheine aktuell am Sekundärmarkt gehandelt. Bleibt nur die Frage, ob es im nächsten Jahr endlich so weit ist. Zynga steht unterdessen vor einer zweistelligen Milliarden-Bewertung.

Für ein paar Monate sah es so aus, als hätte sich Mark Zuckerberg verzockt. Die Aktienmärkte stürzten im Sommer schwer im Zuge der europäischen Schuldenkrise ab, die Börsengänge von Groupon und Zynga verzögerten sich. Dann drehte der Wind wieder einmal – zumindest an den Kapitalmärkten.

Groupon hat es inzwischen an die Wall Street geschafft und auf dem Weg dahin sogar den Ausgabepreis erhöht. Fast 20 Milliarden Dollar war das gerade mal drei Jahre alte Unternehmen kurz nach Börsenstart wert. Wohlgemerkt: und das mit Verlusten.

Facebook am Zweitmarkt 75 Milliarden Dollar wert

Entsprechend rosig sehen nun die Zeiten für den Königskandidaten der 2.0-Internet-Ära aus: Facebook, das Anfang des Jahres Goldman Sachs mit seinen Börsenplänen betraute, könnte in diesen Tagen wohl leicht die Bewertung erzielen, für die die Wall Street-Ikone Aktien des sozialen Netzwerks an wohlhabende Kunden verkauft. Auf 50 Milliarden Dollar taxierte Goldman Sachs das weltgrößte soziale Netzwerk Anfang des Jahres.

Könnten Goldman-Kunden ihre Anteile heute am Sekundärmarkt veräußern – was hypothetisch ist, denn es besteht eine zweijährige Haltefrist –,  hätten sie in einem schwachen Börsenjahr einen ziemlich guten Schnitt gemacht. Bei 75 Milliarden Dollar liegt die Bewertung nämlich inzwischen bereits am Sekundärmarkt SharePost, über den Mitarbeiteraktien veräußert werden können. Macht eine virtuelle Wertsteigerung von 50 Prozent binnen nicht einmal eines Jahres.

Facebook wird 2011 schon mehr verdienen als Amazon

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Damit einhergehen werden vermutlich reflexartig die mahnenden Stimmen über eine vermeintliche Mond-Bewertung. 500 Millionen Dollar hat Facebook zur Jahresmitte bereits verdient, wurde kolportiert. Zumindest eine Milliarde Dollar dürfte es demnach dieses Jahr werden.

Zum Vergleich: Die Milliarde wird das zweitwertvollste Internet-Unternehmen  Amazon eher nicht verdienen. Tatsächlich kann Amazon nicht mal nach drei Quartalen die 500 Millionen Dollar vorweisen, die Facebook bereits nach einem halben Jahr verdient hat.

Facebook günstiger als Amazon

In anderen Worten: Facebook ist aktuell am Zweitmarkt günstiger bewertet als Amazon. Und das also gleich doppelt: Für den weltgrößten  Online-Einzelhändler bewilligen Anleger aktuell exakt 100 Milliarden Dollar, für Facebook 75 Milliarden Dollar. (Bei aktuell 750 Millionen Usern wäre also jeder Nutzer rechnerisch 100 Dollar wert.) Facebook verdient aber mehr als Amazon und wächst schneller. 

Angesichts  der beachtlichen  Wachstumsdynamik  stehen die Vorzeichen also nicht schlecht, dass Facebook das erfolgreichste IPO aller Zeiten gelingt – möglicherweise sogar in der Nähe oder gar jenseits der 100 Milliarden Dollar-Grenze. Analysten wie Rory Maher von Hillside Partners startete gestern seine Beobachtung von Facebook mit dem Ausblick einer Bewertung von 90 Milliarden Dollar.

Bleibt nur noch die Frage, wann der Börsengang über die Bühne geht. In der Zwischenzeit dürfte zunächst Zynga vom Facebook-Boom profitieren. Der Börsengang wird nächste Woche erwartet. Bei SharePost wird Zynga bereits mit 12 Milliarden Dollar bewertet.

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