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Facebook leidet unter Porno-Attacke

Aus dem gelegentlichen Auftauchen von vermeintlichen pornographischen Inhalten auf Facebook hat sich in den vergangenen Tagen eine wahre Pornoschwemme entwickelt. User klagen über explizite Inhalte in ihren Streams, Christenvereinigungen erklären das Social Network zum Sündenpfuhl, während Facebook selbst mit Hochdruck an einem Ausweg arbeitet. Dabei sind die User selbst schuld. Fallen sie doch auf den ältesten Klicktrick des Internets herein: Nacktaufnahmen von Prominenten.

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Facebook-User werden weltweit Opfer ihrer Neugier: Mit einer groß angelegten Attacke haben Unbekannte eine Pornoschwemme bei Facebook ausgelöst. Weil viele User auf die gefakten Lockbilder mit Prominenten in expliziten Posen klicken, verbreitet sich die Pornowelle spiralförmig auf Facebook.

Zum Hintergrund: Spam auf Facebook ist nicht ungewöhnlich und funktioniert nach dem immergleichen Muster: Ein möglichst auffälliges Bild soll den Nutzer auf eine Seite lotsen, auf der er wiederum darum gebeten wird, einen bestimmten Code in die Adresszeile des Browsers einzutragen. Die Folgend sind oft fatal: Der User gewährt damit Dritten den Zugriff auf das Facebook-Konto, das sich dann mitunter selbstständig macht und ungefragt Links zu eben dieser Quelle unter dem eigenen Namen an Freunde verteilt.

Attacke nutzt Cross-Site-Scripting
Facebook gab mittlerweile zu, dass es sich um eine großangelegte Attacke auf die Profile der User handelt. Man arbeite mit Hochdruck an der Beseitigung des Problems. Nach eigenen Angaben handelt es sich eine Lücke durch Cross-Site-Scripting. Beim seitenübergreifenden Scripting, bei dem Quellcode vom Server eines Dritten auf eine vertrauenswürdige Webseite geschleust wird. Der User führt in diesem Fall Aktionen in dem Glauben aus, weiter ungestört auf Facebook unterwegs zu sein, gibt Dritten aber Zugriff auf das eigene Profil.

Bislang hat sich niemand zu der Attacke bekannt. Die Hacker-Vereinigung Anonymous hatte für den 5. November einen Angriff auf Facebook angekündigt. Der große Knall blieb allerdings aus. Ob die Hacker dahinter stecken, ist unklar. Allerdings beschert der Massen-Exploit Facebook schon jetzt einen Imageschaden. Die Christian Post, eine der größten christlichen Publikationen weltweit, erklärte das Social Network jüngst zum Sündepfuhl. Dennn neben gefakten Pornobildchen sorgen vor allem Bilder von toten Kindern und Tieren für Aufruhr.

Was können User jetzt tun?
Ist das Facebook-Konto kontaminiert, müssen Sie schnell handeln. Entwickelt sich ihr Profil einmal zur Linkschleuder, sperrt Facebook rasch den Zugriff zum eigenen Konto, weil es hinter Ihrem Namen einen Spam-Bot vermutet. Das ist zu tun: Loggen Sie sich umgehend bei Facebook ein und ändern in den Konto-Einstellungen Ihr Passwort. Besuchen Sie Ihr eigenes Profil und löschen Sie die Einträge, die nicht von Ihnen stammen. Suchen Sie abschließend in den Privacy-Einstellungen nach vermeintlichen Apps, an deren Installationen Sie sich nicht mehr erinnern können. Nun sollte Ihr Konto wieder pornofrei sein und andere nicht mehr dazu verleiten, auf Links mit fragwürdigen Inhalten zu klicken.

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