Xing: E-Recruiting als Umsatztreiber

Nach einem starken ersten Halbjahr hat Xing noch einmal zugelegt: Das Karriere-Netzwerk erwirtschaftete im dritten Quartal einen Gewinn von 2,6 Millionen Euro, was einer Steigerung von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Der Umsatz wuchs um ein Fünftel auf 16,56 Millionen Euro. Auch bei den Mitgliedern verbuchte das Portal ein Plus und legte um 1,31 Millionen auf 11,12 Millionen zu. Allerdings konnten nur 10.000 zahlenden Neukunden gewonnen werden.

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Das operative Ergebnis (EBITDA) betrug 5,4 Millionen Euro gegenüber 4,5 Millionen Euro im Vorjahr. Das ist ein Anstieg um 20 Prozent. Die EBITDA-Marge lag mit 32,3 Prozent auf Vorjahresniveau (32,4 Prozent). Am stärksten stieg der Umsatz im Bereich E-Recruiting. Dieser legte gegenüber dem Vorjahr um 60 Prozent auf 3,1 Millionen Euro zu.
Das Advertising-Geschäft verzeichnete im selben Zeitraum einen Umsatzanstieg von 31 Prozent auf 1,2 Millionen Euro, während die Erlöse aus Premiummitgliedschaften um sechs Prozent auf 11,4 Millionen Euro wuchsen. Auch das neue Eventsgeschäft der im Dezember vergangenen Jahres erworbenen Tochterfirma Amiando legte weiter zu und erlöste 0,7 Millionen Euro im dritten Quartal. Dabei lag das umgesetzte Ticketvolumen erstmals über 10 Millionen Euro.
„Xing wächst weiter in allen Geschäftsbereichen. Unsere klare Positionierung im deutschsprachigen Heimatmarkt zahlt sich aus“, sagte Xing-CEO Stefan Groß-Selbeck. „Hier sind wir mit großem Abstand das mitgliederstärkste Netzwerk und Marktführer im Social Recruiting.“ Von den 11,4 Millionen Mitgliedern gehören 779.000 zu den beitragszahlenden Premiummitgliedern. Das entspricht einem Plus von 10.000 im Vergleich zum Ende des ersten Halbjahres, während es im Vorjahreszeitraum 733.000 waren.
Über die guten Zahlen freuen nicht nur die Anteilseigner, sondern sie sind auch ein klares Zeichen an den US-Konkurrenten von LinkedIn. Bislang ist noch immer unklar, ob die Amerikaner den deutschen Markt ähnlich aufrollen können, wie es vor Jahren Facebook mit den Social Networks getan hat. Einheimische Platzhirschen wie die VZ-Gruppe wurden damals einfach geradezu überrannt.
Mit jedem Quartal, mit dem Xing weiterhin ein kräftiges Wachstum verbuchen kann, schwindet die Gefahr, vom US-Rivalen auf dem Heimatmarkt überholt zu werden. Allerdings wird es die Analysten wenig freuen, dass im Bereich der zahlenden Premiumkunden das Wachstum nicht gerade Geschwindigkeitsrekorde aufstellt.

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