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Kachelmanns Sieg über die Paparazzi

Jörg Kachelmann hat erneut einen Sieg vor Gericht errungen. Von Paparazzi heimlich aufgenommene Fotos, die ihn in der Untersuchungshaft zeigen, dürfen nicht veröffentlicht werden. Umgekehrt bekam der Wettermoderator Kachelmann das Recht zugesprochen, einen Pressefotografen, der ihm auflauerte, zu fotografieren und das Bild bei Twitter zu zeigen. Kurz zuvor ließ Kachelmann seiner Ex-Geliebten schon gerichtlich verbieten, Beschuldigungen gegen ihn öffentlich zu wiederholen.

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Kachelmanns Ex-Freundin hatte ihn beschuldigt, sie vergewaltigt zu haben. In einem aufsehenerregenden Verfahren wurde der frühere Wettermoderator der ARD vor dem Mannheimer Landgericht freigesprochen. Die Ex-Geliebte, die in dem Verfahren als Nebenklägerin aufgetreten war, hatte nach Prozessende der Zeitschrift Bunte ein ausführliches Interview gegeben, in dem sie die Vorwürfe gegen Kachelmann wiederholte, obwohl der freigesprochen war. Dies ließ Kachelmann ihr gerichtlich verbieten.

Jetzt wurde ein Urteil des Landgerichts Köln veröffentlicht, in dem es um Paparazzi-Fotos von Kachelmann während eines Hofgangs bei der Untersuchungshaft ging. Ein Pressefotograf hatte sich in einem Gebäude vor der Mannheimer Justizvollzugsanstalt postiert und heimlich Fotos von Kachelmann während eines Hofgangs gemacht. Die Bilder wurden anschließend in Boulevardmedien veröffentlicht. Laut Gericht verletzten die Aufnahmen Kachelmann im Recht am eigenen Bild. Auch eine Person der Zeitgeschichte müsse ein privater Rückzugsraum gestattet werden.

Später hatte Kachelmann den Spieß umgedreht und seinerseits den Fotojournalisten fotografiert, wie dieser ihm in der Schweiz in einem Auto auflauerte, um weitere Fotos zu schießen. Kachelmann veröffentlicht das Bild bei dem Kurznachrichtendienst Twitter. Gegen diese Veröffentlichung klagte nun wiederum der Journalist. Diese Klage wurde vom Gericht abgewiesen. Kachelmann habe mit der Veröffentlichung gezeigt, wie Bilder von Prominenten zustande kommen, was im Interesse der Öffentlichkeit liege. Außerdem habe er den Fotojournalisten nicht in dessen privatem Umfeld fotografiert, sondern quasi bei der Arbeit, so das Gericht.

Kachelmann nutzte die Gelegenheit und veröffentliche nach dem Urteil den Link auf das Foto des wartenden Journalisten erneut bei Twitter. Diesmal mit richterlichem Segen.

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