Kindle und Kobo machen auf Groupon

Nach Amazon hat nun auch die kanadische E-Book-Firma Kobo einen E-Reader vorgestellt, der Werbe-Anzeigen einblendet. Das Gerät ist dafür 30 Dollar billiger als der gleiche Reader ohne Werbung. Amazon hat für seinen billigsten Kindle E-Reader eine Version mit exakt denselben Features. Werbung für Rabatt-Angebote im Groupon-Stil wird angezeigt, wenn der Bildschirm-Schoner aktiv ist oder dezent auf dem Home-Screen. Als ergänzender Werbekanal ist das eine interessante Möglichkeit.

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Nach Amazon hat nun auch die kanadische E-Book-Firma Kobo einen E-Reader vorgestellt, der Werbe-Anzeigen einblendet. Das Gerät ist dafür 30 Dollar billiger als der gleiche Reader ohne Werbung. Amazon hat für seinen billigsten Kindle E-Reader eine Version mit exakt denselben Features. Werbung im Groupon-Stil wird angezeigt, wenn der Bildschirm-Schoner aktiv ist oder dezent auf dem Home-Screen. Als ergänzender Werbekanal ist das eine interessante Möglichkeit.

Zunächst einmal ist die Werbung auf den E-Readern vergleichsweise dezent. Die Werbung erscheint, wenn man den Kindle oder Kobo-Reader ausschaltet. Normalerweise erscheinen dann bei Amazons Kindle Porträts von Autoren oder Grafiken. Wenn stattdessen eine personalisierte Werbe-Anzeige für ein billiges E-Book oder ein Rabatt in der Nähe angezeigt wird – warum nicht? Denn sowohl Kindle als auch Kobo können natürlich über ihre Online-Verbindung “erkennen”, wer da gerade seinen E-Reader ausgeschaltet hat, was derjenige bisher gekauft und gelesen hat, wo er wohnt usw.

Das eröffnet mannigfaltige Möglichkeiten für werbetreibende Unternehmen und beschränkt sich keineswegs nur auf Werbung für E-Books. Amazon nennt als Werbe-Beispiele auch einen Rabatt für einen Yoga-Kurs in der jeweiligen Stadt, einen Rabatt für ein Fernsehgerät oder einen reduzierten Einkaufsgutschein in einem Lebensmittelladen in der Nähe. Man könnte auch sagen: Kindle meets Groupon. Der Online-Rabattdienstleister Groupon macht sein Geschäft mit Rabatt-Gutscheinen, die via E-Mail versendet werden.

Neben dem Bildschirmschoner-Modus werden die Anzeigen auch als Banderole im Home-Screen von Kobo und Kindle angezeigt. Auch dagegen ist nichts zu sagen. Denn während man liest, wird man von der Werbung nicht behelligt – wäre ja auch noch schöner. Zeitgenossen, die ganz ohne Werbung bleiben wollen, müssen eben einen 30-Dollar-Aufschlag für die Geräte zahlen. Mit einer steigenden Verbreitung von günstigen E-Readern ist das Modell auf jeden Fall ein interessanter Werbe-Vertriebskanal für die Zukunft als Ergänzung zur klassischen On- und Offline-Werbung.

Und wieder einmal haben wir hier eine Innovation, die es ausschließlich in den USA gibt. Deutschland und Europa haben in Sachen E-Books immer mehr aufzuholen.

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