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Madsack kauft Märkische Allgemeine

Madsack macht das Rennen: In dem Duell zwischen dem Verlag aus Hannover und dem Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag (SHZ) erteilte die Frankfurter Allgemeine Zeitung der Mediengruppe Madsack nun den Zuschlag für die Märkische Allgemeine. Der Kaufpreis für die größte Abo-Zeitung Brandenburgs (Gewinn 2009: 1,4 Millionen Euro) ist nicht bekannt. Als Grund für den Verkauf geben die Frankfurter an, sich stärker auf ihre beiden nationalen Kernmarken FAZ und FAS konzentrieren zu wollen.

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„Mit dem Verkauf unserer Regionalzeitungsbeteiligung konzentrieren wir uns zukünftig noch konsequenter auf unser nationales Kerngeschäft mit den zwei Flaggschiffen Frankfurter Allgemeine Zeitung und Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung sowie unseren digitalen Angeboten", erklärt Tobias Trevisan, Sprecher der FAZ-Geschäftsführung den Verkauf der Märkische Verlags- und Druck-Gesellschaft mbH Potsdam (MVD). "Wir freuen uns, dass wir mit der Mediengruppe Madsack für die Märkische Allgemeine Zeitung einen Käufer gefunden haben, der überaus erfolgreich im Regionalzeitungsgeschäft tätig ist und mit seiner Kompetenz und Erfahrung das brandenburgische Medienhaus weiterentwickeln kann.“

In einem knappen Statement kommentierte Herbert Flecken, Vorsitzender der Geschäftsführung von Madsack, dass er sich freue, dass es gelungen sei die Mediengruppe "um die Märkische Allgemeine zu erweitern".

Im dritten Quartal 2011 kam die Märkische Allgemeine auf einen Gesamtverkauf von 138.833 Exemplare. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das ein Minus von drei Prozent. Innerhalb der vergangenen Jahre verlor die Zeitung 16 Prozent ihrer Auflage.

Mit dem Zukauf in Brandenburg behält Madsack seine Expansionstrategie bei. Vor rund zwei Jahren erwarben die Hannoveraner zuletzt von der Axel Springer AG Beteiligungen an mehreren Regionalzeitungen. Damals investierte der HAZ-Mutterkonzern 310 Millionen Euro für 50 Prozent an der Leipziger Volkszeitung, für 49 Prozent an den Lübecker Nachrichten, 24,5 Prozent an den Kieler Nachrichten und eine 23-Prozentbeteiligung an der Verlagsholding Hanseatische Verlags-Beteiligung.

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