Groupon-Aktie: Höhenflug schon vorbei?

Die Groupon-Aktie schoss am vergangenen Freitag steil nach oben. Seitdem kennt sie jedoch nur noch eine Richtung – die nach unten. In der Spitze bei 31 Dollar hatte das Papier am Freitag wenige Minuten nach Handelsstart gelegen – nur noch rund 23 Dollar waren es gestern auf dem Tiefpunkt. Damit hat die Groupon-Aktie nicht nur binnen dreier Handelstage fast ein Viertel an Wert eingebüßt – auch der Ausgabekurs von 20 Dollar ist nach nicht einmal einer Handelswoche bedrohlich in Sichtweite gerückt.

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Das ging schnell: Die Groupon-Aktie schoss am vergangenen Freitag steil nach oben. Seitdem kennt sie jedoch nur noch eine Richtung – die nach unten. In der Spitze bei 31 Dollar hatte das Papier am Freitag wenige Minuten nach Handelsstart gelegen – nur noch rund 23 Dollar waren es gestern auf dem Tiefpunkt. Damit hat die Groupon-Aktie nicht nur binnen dreier Handelstage fast ein Viertel an Wert eingebüßt – auch der Ausgabekurs von 20 Dollar ist nach nicht einmal einer Handelswoche bedrohlich in Sichtweite gerückt.

Ein Schnäppchen war es nie: Für happige 13 Milliarden debütierte Groupon vergangenen Woche an der Wall Street zu 20 Dollar je Aktie. Der Ausgabekurs wurde vorab wegen Überzeichnung angehoben. Bei 28 Dollar eröffnete das Papier und zog schnell auf über 31 Dollar an – das Allzeithoch, wie man mit Abstand von zwei weiteren Handelstagen zunächst einmal festhalten kann.

Seit den turbulenten ersten Handelsminuten kam es nämlich so, wie von Wall Street-Experten erwarten: Die Aktie schoss nach oben, um dann schnell herunterzukommen. "Zeichnen Sie das Papier und verkaufen Sie es dann schnell", hatte Börsenkommentator James Cramer den Zuschauern seiner Sendung „Mad Money“ (CNBC) geraten – und vorab gewarnt: "Das IPO ist aufgeblasen und manipuliert"
 
Kursplus schmilzt von 55 auf 20 Prozent zusammen

Zumindest steil im Sinkflug begriffen ist das Papier nun. Die Intraday-Hochs von 31 Dollar am Freitag hielten nicht, die Aktie schloss auf Tagestiefs unter 26 Dollar. Montag ging zum Start in die neue Börsenwoche ein weiterer Dollar verlor, gestern waren es in der Spitze nochmals zwei  Dollar, ehe Schnäppchenjäger auf den Plan traten und die Verluste auf knapp vier Prozent begrenzten – Groupon schloss bei 24 Dollar. Damit sind die schönen Gewinne, die zum Börsenstart noch 55 Prozent betragen hatten, binnen dreier Tage schon auf 20 Prozent zusammengeschmolzen.

Glaubt man dem renommierten Internet-Kenner Henry Blodget, dürfte auf diesem Niveau längst nicht Schluss sein. "Groupon sieht überbewertet aus", fand der Gründer des Portalkonglomerats Business Insider schon auf Basis der Bewertung zur Road Show. "Eine Bewertung zwischen sechs bis neun Milliarden mit einem Mittelwert von 7,5 Milliarden Dollar wären angemessen", folgert Blodget.

Aktuell ist Groupon aber immer noch 15 Milliarden Dollar wert. Nach Einschätzung von Henry Blodget hat das Papier damit noch viel Luft nach unten.  Ergo: Bis auf 12 Dollar könnte die Groupon-Aktie demnach fallen  – das wäre noch einmal eine schlappe Halbierung. 

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