Kurt Kister-Mixtape für 5 Euro abzugeben

Wenn Journalisten über die Leser-Blatt-Bindung palavern, haben sie meistens nicht im Sinn, dass sie es mit den Lesern persönlich zu tun bekommen. Mal ein Brief hier, mal ein Online-Kommentar da, das wars für gewöhnlich. Das SZ-Magazin lockt jetzt mit einer Aktion: Leser spenden 5 Euro an eine Hilfsorganisation und die Redakteure tun was dafür. Unter den Attraktionen: Süddeutsche-Chefredakteur Kurt Kister nimmt für einen Leser ein Mixtape auf und SZ-Magazin-Chef Timm Klotzek kommt zum Frühstück vorbei.

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Die Weihnachtsaktion des SZ-Magazins, das der Süddeutschen wie immer am Freitag beiliegt, ist witzig und dient einem guten Zweck. Leser spenden 5 Euro, wahlweise an Ärzte ohne Grenzen, den WWF oder für den SZ-Adventskalender. Auf der Bank-Einzahlung notieren sie die Aktion, die sie gewinnen möchten, und hoffen auf das Losglück.

Neben Kurt Kister und Timm Klotzek gibt es weitere Freiwillige aus den Reihen der Süddeutschen und des SZ-Magazins. So darf ein Leser mit Medienchef Christopher Keil einen Tatort-Dreh besuchen. Axel Hacke schreibt auf Wunsch eine Kolumne über ein Leserfoto. Magazin-Autor Peter Praschl formuliert für einen Leser einen unangenehmen Brief. Aufwändig ist eine andere Aktion: Die vielköpfige SZ-Redaktionsband, u.a. mit den Feuilletonchefs Thomas Steinfeld am Bass und Andrian Kreye am Saxofon, tritt bei einem Familien- oder Firmenfest auf. Für Leser mit Sendungsbewusstsein knipsen die SZ-Angestellten an einem Abend ihre Bürolichter so an bzw. aus, dass die Initialen des Gewinners in den Münchner Nachthimmel leuchten.

Wer sich nun als Leser einfach nur wünscht, dass im SZ-Magazin künftig mehr Redakteure der Zeitung schreiben, dem sei gesagt: Die SZ-Weihnachtsfee hat auch dieses Begehr auf der Liste. 

Nachtrag für Spätgeborene: Ein Mixtape, das ist eine auf Musikkassette aufgenommene Liedersammlung. Musikkassetten sind die Plastikdinger mit den zwei Löchern und dem Magnetband innendrin, die es auf Flohmärkten manchmal zu kaufen gibt. Die Geräte, die MCs abspielen, vergammeln oft in Kellern oder sind im Wohnzimmerschrank der Eltern zu finden. 

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