Web-Dinos attackieren Facebook und Google

Sie gehören zu den Pionieren der Internetszene, müssen im Web-Werbemarkt jedoch darum kämpfen, nicht den Anschluss zu verlieren. Yahoo, AOL und Microsoft haftet das Image von Traditionsmarken an – was in Zeiten von Social Media nicht unbedingt als Lob zu verstehen ist. Doch jetzt wollen es die Internet-Dickschiffe noch einmal wissen: Eine gemeinsame Vermarktungsallianz soll neues Geld in die Kassen spülen. Die drei Onlineportale sagen damit Anbietern wie Google oder Facebook den Kampf an.

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Ziel der Partnerschaft ist es, unverkaufte Werbeflächen nicht mehr durch Dritte vermarkten lassen zu müssen, sondern sich wechselseitig zur Verfügung zu stellen. Yahoos Vize-CEO Ross Levinsohn sagte, das Abkommen "wird dabei helfen, den Ein- und Verkauf von Premium-Werbeflächen im Web zu revolutionieren". Anfang 2012 soll ein System  der drei Unternehmen online gehen, das die Echtzeitvermarktung von Werbeplätzen ermöglicht.
Techcrunch bezeichnet die Fusion als Entstehung eines „Mega-Werbenetzwerks“. Denn laut dem Marktforscher eMarketer setzt Yahoo in diesem Jahr 1,62 Milliarden Dollar mit Online-Anzeigen um. AOL liegt bei 522 Millionen Dollar und Microsoft bei 602 Millionen Dollar. Zum Vergleich: Google setzt 1,149 Milliarden Dollar um, während Facebook mit 2,014 Milliarden Dollar unangefochten auf Platz eins steht. Der Suchmaschinenriese und das soziale Netzwerk wachsen zudem schneller als die Konkurrenten – laut eMarketer legt Google 2012 um 58,3 Prozent auf 1,819 Milliarden Dollar zu, Facebook wächst um 43,5 Prozent auf 2,89 Milliarden Dollar. Da kann die Kooperation zwischen Yahoo, AOL und Microsoft ein wichtiger Schritt sein, um nicht den Anschluss zu verlieren.
Der Deal zwischen den drei Web-Dinos stand schon länger im Raum. Bislang war laut Adage.com noch nicht klar, ob sich AOL daran beteiligen würde.

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