Online-IVW: Stern und SZ legen kräftig zu

Der Oktober lief für die Mehrzahl der Nachrichten-Websites gut: Vor allem die Großen konnten redaktionelle Visits hinzu gewinnen. In der Top Ten heißen die beiden Top-Aufsteiger stern.de und sueddeutsche.de. Beide verbesserten auch ihre Marktanteile um 0,29 bzw. 0,20 Punkte. Verloren haben innerhalb der Top Ten hingegen n-tv.de und FAZ.net, vorn bleibt Bild.de vor Spiegel Online und Focus Online. Erstmals dabei ist der Berliner Kurier, der mit 757.939 redaktionellen Inlands-Visits verhalten startet.

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Wie immer bei unseren IVW-Analysen der Nachrichtenbranche konzentrieren wir uns auf die redaktionellen Visits aus dem Inland. Hier zeigt sich besser als bei den Gesamt-Visits, welche News-Angebote Deutschlands stärkste sind. Aus den Zahlen errechnet MEEDIA traditionell Marktanteile, da diese Daten unabhängig von saisonalen Schwankungen oder Sondereffekten zeigen, welche Website wie gut im Markt steht.

Die beiden großen bleiben auch im Oktober unangefochten vorn: Bild.de und Spiegel Online erreichten 135 Mio. bzw. 110 Mio. Besuche, legten damit im Gleichschritt leicht zu und verbesserten auch ihre Marktanteile. Mit einem großen Abstand folgen Focus, Welt, n-tv und Süddeutsche. n-tv.de ist in diesem Quartett der einzige Verlierer des Monats, sueddeutsche.de gewann dank eines 6,2%-Zuwachses wieder Anschluss an die anderen drei.

Auf Platz 7 folgt der größte Marktanteilsgewinner des Monats: stern.de wuchs um 0,29 Punkte und erreicht mit 3,11% den besten Marktanteil seit Mai. FAZ.net, das im September noch vor stern.de lag, ist mit einem Minus von 0,13 Zählern hingegen der größte Marktanteils-Verlierer des Monats und fällt mit 2,89% auf den schlechtesten Wert seit mindestens einem Jahr. Der Wert ist um so bitterer, wenn man bedenkt, dass FAZ.net Anfang Oktober ja mit neuer Website an den Start gegangen ist. Den Relaunch als Misserfolg werten sollte man aber noch nicht, denn oft gibt es nach einem solchen Neustart erst einmal einen kleinen Traffic-Einbruch – wegen technischer Probleme, weil noch nicht alle neuen Seiten verpixelt sind, etc. Die Zahlen der kommenden Monate werden da schon eher Auskunft über den Relaunch-Erfolg oder -Misserfolg geben.

Weitere größere Gewinner sind bis Platz 25 des Rankings die Berliner Morgenpost und die Augsburger Allgemeine (jeweils +0,09) Zeit Online (+0,07), das Hamburger Abendblatt (+0,06) und Handelsblatt.com (+0,05). Verluste gab es vor allem noch beim manager magazin (-0,11), bei DerWesten (-0,07) und tz Online (-0,06).

Auf den Rängen 26 bis 50 fehlen die ganz großen Gewinner und Verlierer. Zulegen konnte hier vor allem die Schwäbische Zeitung mit einem Marktanteils-Plus von 0,03 Zählern, das Duo Stuttgarter Zeitung & Stuttgarter Nachrichten, sowie mainpost.de gewannen jeweils 0,02 Punkte. Auf der Verliererseite müssen vor allem die Ruhr Nachrichten (-0,03), OVB online (-0,02) und LVZ-Online (-0,02) genannt werden.

Erstmals als eigenes Angebot von der IVW ausgewiesen wurde im Oktober der Berliner Kurier, der früher als Teil von BerlinOnline gewertet wurde. Mit 757.939 redaktionellen Inlands-Visits und einem Marktanteil von 0,13% startet der Kurier auf Platz 69 etwas verhalten. Vor allem im Hinblick auf die Schwester-Websites Express.de (8,92 Mio.) und Hamburger Morgenpost (4,51 Mio.) gibt es hier noch deutlichen Nachholbedarf. Nicht ausgewiesen wurden im Oktober übrigens die Zahlen der eigentlichen Top-50-Website der Neuen Osnabrücker Zeitung – "aufgrund einer nicht richtlinienkonformen Erhebung der Nutzungsdaten", wie die IVW sagt. Gar nicht mehr dabei ist das eingestellte dnews.de.

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