Cover-Check: Spiegel legt Rivalen aufs Kreuz

Würde man kundigen Zeitschriftenlesern die Frage stellen, welches aktuelle Magazin das Thema Rückenschmerzen aufs Cover nimmt, so würden die meisten wohl auf stern oder Focus tippen. In der Verkaufswoche 40 hätten sie falsch gelegen. Denn da titelte ausgerechnet der Spiegel "Der Stress mit dem Kreuz: Woher kommen die Rückenschmerzen?" und landete einen Verkaufshit. 393.091 Käufer fand das Heft bei Kiosken, Supermärkten, Tankstellen & Co. - ein absoluter Spitzenwert.

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Damit landete die "Rücken"-Nummer der Redaktion von Blattmacher Georg Mascolo noch vor dem Thema des Jahres, Burnout, das in der Verkaufswoche 04/11 ("Das überforderte Ich") 378.504 Käufer im Einzelhandel gefunden hatte. Im gesamten Jahr 2011 waren nur die mit aufgeklebten DVDs aufgepeppten Hefte erfolgreicher. Ob’s nur am Thema oder auch an der unbekleideten Dame lag, die – eigentlich eher stern-typisch – auf dem Titel zu sehen war, ist unklar. Allerdings profitierte der Spiegel auch von dem wegen des Tages der Deutschen Einheit vorgezogenen Erstverkauftags und somit einer verlängerten Angebotszeit. Unterm Strich steht im Einzelverkauf ein Plus von 90.000 gegenüber der Vorwoche zu Buche – und niemand sollte behaupten, dass die Investigativen von der Brandstwiete, pardon Ericusspitze, nicht auch mit weichen Themen punkten könnten.
Ebenfalls stolz darf man am Baumwall sein, wo man mit "Total erschöpft" und dem Drama um den ausgebrannten Schalke-Trainer Rangnick ("So erkennen Sie die Alamzeichen und gehen dagegen vor") nebst Eurokrise an nur sieben Verkaufstagen inklusive zweier Feiertage sehr gute 327.559  (+69 Tsd. gegenüber Vorwoche) Exemplare im Einzelverkauf absetzte. Leicht durchwachsen ist die Bilanz der Woche 40 beim Focus, der immerhin ein ambitioniertes Polit-Wirtschafts-Thema wählte: "China kauft Deutschland. Die globale Shopping-Tour des Milliarden-Reiches." Vielleicht half auch die "Ärzte-Liste, Teil 3" als Zusatzverkäufer mit, das am Ende 107.540 Tausend im Einzelhandel zum Focus griffen. Gegenüber der immens starken Vor-Nummer war dies ein Minus von 74 Tausend.
Diese und weitere Einzelverkaufszahlen von Spiegel, stern und Focus finden Sie hier im MEEDIA-Covercheck.

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