Kino.to: Letzter Verdächtiger ist gefasst

Die Katze lässt das Mausen nicht: Die Polizei hat den letzten Verdächtigen im Fall kino.to gefasst. Der mutmaßliche Betreiber war seit Monaten flüchtig und wurde am Wochenende in der Nähe von Delmenhorst festgenommen. Offenbar hat der Betreiber des illegalen Streamingportals während seiner Flucht mehrere neue Portale aufgezogen und dafür geworben. Das hat die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) gemeldet.

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Die GVU hatte das Verfahren gegen das Streaming-Portal im April eingeleitet. Bei dem Gefassten handelt es sich offenbar um einen der 13 Betreiber von kino.to. Laut Aussagen der GVU fanden die Ermittler auf den Servern des Verdächtigen aktuelle und ältere Spielfilme sowie TV-Serien. Er soll nach Erkenntnissen der GVU mittels Werbung auf den gut besuchten Streamingseiten Geld verdient haben und damit sogar andere dafür bezahlt haben, neue Inhalte auf die Server aufzuspielen.

Seit Juni hatten Ermittler nach dem Mann in Deutschland, Spanien, Frankreich und den Niederlanden gefahndet. Am Sonntag konnten Beamte den mutmaßlichen Kriminellen in Niedersachsen ausfindig machen.   

Laut Erkenntnis der GVU soll er während seinder Flucht zwei Nachfolge-Portale aufgebaut haben, die den gleichen Zweck wie kino.to erfüllen sollten. Dabei nutzte er offenbar die ausführliche Berichterstattung aus. Erst kürzlich erreichte eine Mail mehrere Redaktion, in denen ein unbekannter Käufer allem Anschein nach das illegale Streamingportal legalisieren wollen würde. Diese Nachricht war ein Fake, steckte dahinter doch dasselbe Geschäftsmodell wie bei kino.to.

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