Axel Springer: Befreiungsschlag an der Börse

Gute Zahlen, starke Kurse: So fällt das Urteil der Anleger nach den vorgelegten 9-Monatszahlen der Axel Springer AG aus – die Anteilsscheine von Europas größtem Zeitungsverlag ziehen in der Spitze um 10 Prozent an. Analysten sehen das Zahlenwerk "klar über den Prognosen" und loben das boomende Digitalgeschäft. Kaufempfehlungen werden bestätigt. Allerdings dürfte das Springer-Aktionäre nur bedingt zufriedenstellen: Die Aktie liegt seit Jahresbeginn weiter um rund 18 Prozent hinten.

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Gute Zahlen, starke Kurse: So fällt das Urteil der Anleger nach den vorgelegten 9-Monatszahlen der Axel Springer AG aus – die Anteilsscheine von Europas größtem Zeitungsverlag ziehen in der Spitze um 10 Prozent an. Analysten sehen das Zahlenwerk "klar über den Prognosen" und loben das boomende Digitalgeschäft. Kaufempfehlungen werden bestätigt. Allerdings dürfte das Springer-Aktionäre nur bedingt zufriedenstellen: Die Aktie liegt seit Jahresbeginn weiter um rund 18 Prozent hinten.   

Erfolg auf ganzer Linie für Axel-Springer: Unbeeindruckt von der europäischen Schuldenkrise, die im dritten Quartal für tiefe Verunsicherung an den Weltbörsen gesorgt hatte, hat der Berliner MDax-Konzern ein Rekordquartal vorgelegt.  Um 26,5 Prozent zogen die operativ Gewinne zwischen Juli und September an, die Erlöse legten um knapp 12 Prozent zu. Auf 9-Monatssicht blieb ein operativer Zuwachs von 16 Prozent auf 446 Millionen Euro, während die Erlöse ebenfalls um 12 Prozent auf 2,32 Milliarden Euro anzogen.

So gut stand Springer im November bei Verkündung seiner 9-Monatsbilanz noch nie da. Voll des Lobes äußerte sich dann die Analystenzunft: Jochen Reichert von Warbung Research, befand, die Zahlen seien stark ausgefallen. Entsprechend wurde die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 35,50 Euro beibehalten.

Kurssprung, aber immer noch 18 Prozent seit Januar hinten

Noch mehr Potenzial bewilligt Stefan Borscheid von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) dem Berliner Verlagsriesen. Auf 43,33 Euro taxiert Borscheid den fairen Wert der Aktie nach den Quartalszahlen, die der LBBW-Analyst "klar über den Prognosen" sieht.  Vor allem die in den ersten neun Monaten um immerhin 19 Prozent gestiegenen Werbeeinnahmen und die Entwicklung des Digitalgeschäfts hätten Borscheid positiv überrascht.

Anleger folgten der Empfehlung der Analysten am heutigen Handelstag und kauften kräftig zu: Die Springer-Aktie setzte zum großen Kurssprung an und spurtete mit einem Aufschlag von 10 Prozent auf 33,50 Euro an die Spitze des Nebenwerte-Index MDax.

Dennoch ist der Springer-Aktie damit nicht mehr als ein Befreiungsschlag gelungen: Seit Jahresbeginn liegt das Papier selbst nach dem heutigen Kurssprung immer noch um 18 Prozent hinten – und damit auch deutlich hinter dem Vergleichsindex MDax zurück.

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