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Schlecker: nach denglisch kommt türkisch

Schlecker testet ein türkischsprachiges Kundenmagazin in Duisburg. Als „Zeichen der deutsch-türkischen Freundschaft“ bezeichnet der Konzern den Versuch. „Wir gehen diesen Weg bewusst, um ein Zeichen der Freundschaft und zugleich der Integration zu setzen“, sagt Volker Schurr, Marketing-Leiter des Unternehmens. Einzig der heftig kritisierte Slogan „For You. Vor Ort.“ wird nicht übersetzt.

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Bei dem One-Shot handelt es sich um eine Mischung aus Magazin und Prospekt. Neben aktuellen Sonderangeboten im Innenteil behandelt der Mantel der Erstausgabe schwerpunktmäßig aktuelle Verbraucherthemen wie „Bausteine des Glücklichseins“ und „Gesundheit aus der Natur“. Der Konzern wolle mehr als nur die Sonderangebote für türkische Mitbürger bekannt zu machen. „Wir wollen das Zeichen setzen, dass wir unsere türkischen Kunden schätzen, und auf diese Weise gern einen Schritt auf sie zugehen.“
Schlecker stand in den vergangenen Wochen wegen Äußerungen seines Pressesprechers Florian Baum in der Kritik. In einem Schreiben an einen Leser der Zeitschrift Deutsche Sprachwelt hatte er die Kunden des Konzerns im „niederen“ Bildungssegment verortet. Weiter unterstellte er, dass 95 Prozent der deutschen Bevölkerung nicht über ihre Sprache reflektieren würden.

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