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Groupon: 55 Prozent Plus zum Börsenstart

Es ist vollbracht: Groupon hat es an die Börse geschafft. Unter dem Tickersymbol GRPN debütierte das viel kritisierte Schnäppchenportal heute an der Technologiebörse Nasdaq. Und wie! Um happige 55 Prozent schossen die Groupon-Aktien wenige Minuten nach dem Handelsstart in die Höhe. Das gerade mal drei Jahre alte Internet-Start-up war damit aus dem Stand mehr als 20 Milliarden Dollar wert. Es war der größte Börsengng eines Internet-Unternehmens seit dem Wall Street-Debüt von Google 2004.

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Es ist vollbracht: Groupon hat es an die Börse geschafft. Unter dem Tickersymbol GRPN debütierte das viel kritisierte Schnäppchenportal heute an der Technologiebörse Nasdaq. Und wie! Um happige 55 Prozent schossen die Groupon-Aktien wenige Minuten nach dem Handelsstart in die Höhe. Das gerade mal drei Jahre alte Internet-Start-up war damit aus dem Stand mehr als 20 Milliarden Dollar wert. Es war der größte Börsengng eines Internet-Unternehmens seit dem Wall Street-Debüt von Google 2004.

Was für ein Deal für Groupon! Für 20 Dollar wurden Groupon-Aktien ihren Zeichnern heute vor Handelsstart an der Wall Street ins Depot gelegt – die ersten gestellten Kurse fielen jedoch um ein Vielfaches höher aus. Bei exakt 28 Dollar je Anteilsschein flackerte Groupon an der Kurstafel der Nasdaq unter dem Tickersymbol GRPN auf – ein Plus von exakt 40 Prozent zum Handelsstart.

Wenige Minuten später schoss die Aktie bereits auf ihr bisheriges Allzeithoch bei 31,14 Dollar. Auf diesem Niveau ist Groupon bereits 20 Milliarden Dollar wert!  Groupon avancierte damit zum größten Börsengang seit Google, das 2004 an der Nasdaq debütierte.

Ingesamt 35 Millionen Aktien hat das Schnäppchenportal emittiert – das waren wegen der großen Nachfrage fünf Millionen mehr als ursprünglich geplant. Groupon brachte damit rund 5 Prozent des Unternehmens an die Börse und erlöste selbst 700 Millionen Dollar durch die Emission. Der Börsengang sei zehnfach überzeichnet gewesen, erklärte das in Chicago ansässige Internet-Unternehmen die Anhebung des Ausgabekurses um zwei Dollar. Ursprünglich wollte Groupon für maximal 18 Dollar an die Börse gehen.

Kursexplosion à la LinkedIn

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Vorbild für den furiosen Börsenstart ist die LinkedIn-Aktie, die sich am ersten Handelstag Ende Mai mehr als verdoppelte. Schon die extreme Verknappung der emittierten Aktien deuten  auf den Effekt hin, erklärt der CNBC-Marktkommentator James Cramer, der diese Praxis scharf kritisierte.

"Das IPO ist aufgeblasen und manipuliert", erklärte der frühere Hedgefondsmanager, der die jüngste Bilanz für "aufgehübscht" hält. Wohl gemerkt: Groupon verliert immer noch Geld. Auch der ehemalige Internetaktienanalyst Henry Blodget empfiehlt, einen großen Bogen um die Aktie zu machen: "Groupon sieht überbewertet aus", fand der Gründer des Portalkonglomerats "Business Insider" schon auf Basis der Bewertung zur  Road Show.   

"Ein irrer Ritt"

"Sechs bis neun Milliarden wären angemessen", findet Blodget. Groupon startete indes mit einer Marktkapitalisierung von mindestens 13 Milliarden Dollar und war heute in der Spitze gar das Dreifache wert.

Blodget kritisierte sofort nach dem Börsenstart die hohe Bewertung: "Es war jetzt schon ein irrer Ritt", kommentierte der frühere Internetaktienanalyst den Kurssprung auf 30 Dollar und machte klar: "Unter keinen Umständen würde ich die Aktie hier halten wollen. Wenn die nächsten Quartale so schwierig werden, wie ich glaube, kann das Papier schnell auf 10 Dollar fallen."

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