Der E-Book-Krieg in den USA

Der E-Book-Markt ist derzeit in Bewegung wie nie zuvor. Fast täglich gibt es neue Meldungen. So hat Amazon nun auch einen Verleih-Service gestartet, bei dem E-Books an Kunden des Prime-Services verliehen werden. Und die Buchhandelskette Barnes & Noble bringt laut Engadget noch im November ein Konkurrenzprodukt zu Amazons Tablet Kindle Fire auf den Markt. All diese Aktivitäten beziehen sich aber immer nur auf die USA. In Europa sitzt man auf der Zuschauerbank. Noch.

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Nook Tablet (links, Foto: Engadget) gegen Kindle Fire
Der E-Book-Markt ist derzeit in Bewegung wie nie zuvor. Fast täglich gibt es neue Meldungen. So hat Amazon nun auch einen Verleih-Service gestartet, bei dem E-Books an Kunden des Prime-Services verliehen werden. Und die Buchhandelskette Barnes & Noble bringt laut Engadget noch im November ein Konkurrenzprodukt zu Amazons Tablet Kindle Fire auf den Markt. All diese Aktivitäten beziehen sich aber immer nur auf die USA. In Europa sitzt man auf der Zuschauerbank. Noch.

Laut dem Tech-Blog Engadget wird der neue Nook Tablet von Barnes & Noble ab dem 16. November verkauft, Das Gerät wird über einen hochauflösenden Farbbildschirm verfügen, 1 GB RAM an Speicherplatz bieten, alle möglichen Formate abspielen können (u.a. ePub, PDF, DOC, Flash, MP3, AAC usw.) und 249 Dollar kosten – 50 Dollar mehr als Amazons Tablet Kindle Fire. Der Mehrpreis wird wohl durch ein geringeres Gewicht und mehr Speicher gerechtfertigt. Auf jeden Fall wird spannend, wie sich der Nook Tablet in den USA gegen den Kindle Fire schlägt.

Und es gibt noch mehr E-Book-News aus den USA: Amazon hat dort wie erwartet einen Verleih-Service gestartet. Kunden von Amazons Prime-Service (kostet 79 Dollar pro Jahr) können nun auch Kindle E-Books ausleihen. Das funktioniert so, dass man sich aus derzeit rund 5.000 E-Books pro Monat eines auf seinen Kindle E-Reader laden kann. Will man ein neues Buch leihen, wird das alte Leih-Buch gelöscht.

Der Service ist derzeit nur für Prime-Kunden in den USA zugänglich. Gleichzeitig ist die Zahl der Leih-Bücher mit 5.000 noch sehr beschränkt. Amazon hat immerhin über 800.000 E-Books im Kindle-Store. Die großen Verlage machen bei dem neuen Service vorerst nicht mit. Zu groß ist die Angst, das Verkaufsgeschäft damit zu kannibalisieren. Den Amazon Prime-Service gibt es auch hierzulande für 29 Euro pro Jahr. Allerdings beschränkt sich Prime in Deutschland auf einen schnelleren Gratis-Versand. Für die 79 Dollar in den USA bekommen Prime-Kunden bei Amazon USA auch noch Zugriff auf ein Video-Archiv.

Und während Amazon und Barnes & Noble um die Gunst der E-Book-Kundschaft in den USA buhlen, müssen Deutsche draußen bleiben. Hierzulande verkauft Amazon noch nicht einmal seine neuen günstigen Touch-Kindles, sondern nur die Billig-Version ohne Touch-Bildschirm – die dafür aber teurer. Für hiesige Verlage und Player wäre das eigentlich eine Chance, die Zeit zu nutzen, um sich selbst Marktanteile zu sichern. Aber die Haltung der deutschen Buchbranche ist nach wie vor zögerlich.

Ein interessantes Projekt ist immerhin Skoobe von Holtzbrinck und Bertelsmann. Bei der App, die derzeit noch in einer Beta-Phase läuft, kann man sich auch E-Books ausleihen und dann auf iPad oder Smartphones lesen. Fraglich ist aber, ob das endgültige Geschäftsmodell eine Leih-Funktion enthalten wird und wenn ja, wie diese ausgestaltet wird. Skoobe soll noch in diesem Jahr offiziell starten. Vielleicht kommt dann ein wenig Bewegung in den immer noch verschnarchten deutschen E-Book-Markt.

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