Börsengang: Groupon mit 13 Mrd. bewertet

Es ist soweit: Groupon geht an die Börse. Heute zur Handelseröffnung an der Wall Street debütiert das viel kritisierte Schnäppchenportal unter dem Tickersymbol GRPN. Und das zu nochmals verteuerten Kursen. Wegen des regen Interesses hat sich das drei Jahre alte Start-up dazu entschlossen, den Ausgabekurs um zwei Dollar auf 20 Dollar anzuheben. Damit startet Groupon mit einer Bewertung von 13 Mrd. Dollar. Analysten sind alarmiert und prophezeien Groupon zwar heute einen Kurssprung – aber schwere Zeiten an der Börse.

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Es ist soweit: Groupon geht an die Börse. Heute zur Handelseröffnung an der Wall Street debütiert das viel kritisierte Schnäppchenportal unter dem Tickersymbol GRPN. Und das zu nochmals verteuerten Kursen. Wegen des regen Interesses hat sich das drei Jahre alte Start-up dazu entschlossen, den Ausgabekurs um zwei  Dollar auf 20 Dollar anzuheben. Damit startet Groupon mit einer Bewertung von 13 Milliarden Dollar. Analysten sind alarmiert und prophezeien Groupon zwar heute einen Kurssprung – aber schwere Zeiten an der Börse.

Der Deal ist gemacht: Für 20 Dollar debütiert Groupon heute an der Wall Street unter dem Tickersymbol GRPN. Damit geht eine monatelange Achterbahnfahrt zu Ende, bei der Groupon zunächst wie der größte Börsengang seit Jahren aussah, dann im Börsencrash des Sommers die IPO-Pläne auf Eis legen musste, um nun zu ermäßigten Konditionen zu debütieren.

35 Millionen Aktien emittiert das Schnäppchenportal – das sind wegen der großen Nachfrage fünf Millionen mehr als ursprünglich geplant. Groupon bringt damit rund 5 Prozent des Unternehmens an die Börse und wird selbst 700 Millionen Dollar durch die Emission erlösen. Der Börsengang sei zehnfach überzeichnet gewesen, erklärte das in Chicago ansässige Internet-Unternehmen die Anhebung des Ausgabekurses um zwei Dollar. Ursprünglich wollte Groupon für maximal 18 Dollar an die Börse gehen.

James Cramer: "Das IPO ist aufgeblasen und manipuliert"

Zum heutigen Handelsstart könnte die Aktie noch ganz andere Kursniveaus sehen. Das Vorbild ist die LinkedIn-Aktie, die sich am ersten Handelstag Ende Mai mehr als verdoppelte. Schon die extreme Verknappung der emittierten Aktien deutet auf den Effekt hin, erklärt der CNBC-Marktkommentator James Cramer, der diese Praxis scharf kritisierte.

"Das IPO ist aufgeblasen und manipuliert", erklärte der frühere Hedgefondsmanager, der die jüngste Bilanz für "aufgehübscht" hält. Wohl gemerkt: Groupon verliert immer noch Geld. Auch der ehemalige Internetaktienanalyst Henry Blodget empfiehlt, einen großen Bogen um die Aktie zu machen: "Groupon sieht überbewertet aus", fand der Gründer des Portalkonglomerats Business Insider schon auf Basis der Bewertung zur Road Show.   

Deutliche höhere Startkurse erwartet

"Zwischen sechs bis neun Milliarden mit einem Mittelwert von 7,5 Milliarden Dollar wären angemessen", findet Blodget. Groupon startet nun mit einer Marktkapitalisierung von mindestens 13 Milliarden Dollar. Nach Meinung von James Cramer dürfte die Aktie wegen der künstlichen Verknappung des Angebots zunächst dennoch deutlich höhere Kurse sehen.

Seine Empfehlung war daher, die Aktie zu zeichnen, um sie dann zum Handelsstart sofort zu verkaufen. Ob Cramer mit dieser Einschätzung richtig liegt, können Anleger heute ab 14:30 Uhr deutscher Zeit zum Handelsstart der Groupon-Aktie verfolgen.

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