VDZ erwartet keine Rückkehr der Krise

Von wegen Print ist tot: Bereits im zweiten Jahr hintereinander konnten die deutschen Zeitschriftenverlage ihre Umsätze steigern. Diesmal beträgt das Plus – laut VDZ Herbstumfrage - 1,4 Prozent. Die Gesamteinnahmen stiegen auf rund sieben Milliarden Euro. Zudem erhöhte sich auch die Zahl der Beschäftigten auf 33.000 Mitarbeiter. Für 2012 erwarten die Verlage keinen konjunkturellen Rückgang, aber ein schwächeres Wachstum als 2011. Eine Rückkehr auf das Umsatz-Niveau von 2008 ist nicht in Sicht.

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„Im Wettbewerb gerade auch mit neuen Anbietern entwickeln sich die Verlage strukturell zu hochkomplexen Medienhäusern“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes deutscher Zeitschriftenverleger, Wolfgang Fürstner, auf der heutigen Jahrespressekonferenz.

Vor allem der Anteil der Anzeigen- und Vertriebserlöse am Gesamtergebnis wird immer weiter zurückgehen. 2010 lagen diese noch bei rund 80 Prozent. Bis 2014 wird dieser Wert auf rund 70 Prozent abschmelzen. Dagegen rechnet der Verband mit einem Anstieg des Anteils der internetbasierten Geschäfte auf rund elf Prozent in 2014. Bei den Publikumszeitschriften könnte dieser Wert sogar dann bei rund 15 Prozent liegen.

Im Wettstreit um die besten Talente sieht der VDZ mittlerweile sogar einen "War of Talents". Diesen vermeintlichen Krieg wollen die Verlage vor allem über die Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern gewinne.

Zudem fordert Fürstner faire Spielregeln für den Medien-Wettbewerb. "Verlagshäuser müssen bisweilen unter strengen und kostspieligen Vorgaben im Bereich der Anzeigen oder des Datenschutzes agieren, während es vor allem für die globalen Internet-Giganten weitgehend freie Bahn gibt“.

Auch die Marktmacht von Apple, Amazon, Facebook und Google sieht der Geschäftsführer sehr kritisch und fordert mehr Unterstützung aus dem Bundestag und von Behörden. "Die Wettbewerbshüter und nötigenfalls auch die Politik sind gefordert, faire Rahmenbedingungen zu erhalten.“

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