News Corp: NotW-Aus kostet 91 Mio. Dollar

Das Debakel blieb aus: Im abgelaufenen Quartal, dem ersten des neuen Geschäftsjahres, musste das australisch-amerikanische Konglomerat News Corp. zwar sinkende Gewinne beklagen, lag damit aber im Rahmen der Analystenerwartungen. Der Gewinnrückgang des Medienriesen von Rupert Murdoch war im Zuge des Abhörskandals, der zur Schließung der Sonntagszeitung News of the World geführt hatte, erwartet worden. Der Umsatz stieg sogar stärker als von der Wall Street prognostiziert wurde.

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Glimpfliches Ende für Rupert Murdoch: 91 Millionen Dollar – so viel kostet den alternenden Medienzaren der Abhörskandal um die Boulevard-Sonntagszeitung News of World, die darauf Mitte Juli eingestellt wurde; der Image-Schade dürfte indes um ein Vielfaches größer sein.

"Es gibt nichts, was ich darüber hinaus sagen kann", gab sich COO Chase Carey im Conference Call schmallippig.  Zahlenmäßig ist der Skandal um illegale Abhörpraktiken von Politikern und Prominenten durch die britische Boulevardzeitung nicht mehr als eine Delle in der Erfolgsbilanz von News Corp.

Filmsparte entwickelt sich stark

Im abgelaufenen Geschäftsquartal ging der Gewinn zwar um 5 Prozent zurück, News Corp verdiente aber immer noch satte 738 Millionen Dollar. Die Umsätze zogen sogar um 7 Prozent auf 7,96 Milliarden Dollar an und übertrafen damit die Analystenerwartungen, die bei 7,67 Milliarden Dollar gelegen hatten.

Das TV-Geschäft (Fox News) entwickelt sich stabil. Die Filmsparte spielte dank Blockbustern wie "Planet der Affen" sogar mehr ein als erwartet und konnte nach Umsätzen um 21 Prozent zulegen. Aktionäre zeigten sich von der Bilanz positiv überrascht und reagierten nachbörslich mit Kursaufschlägen von rund einem Prozent.
 

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