FAZ/SZ: Perlentaucher-Streit entschieden

Der juristische Disput von FAZ und Süddeutscher Zeitung gegen Perlentaucher.de ist schon so etwas wie die Never-Ending-Story der deutschen Web-2.0-Szene. Nach über fünf Jahren, hat das Oberlandesgericht Frankfurt nun eine endgültige Entscheidung verkündet: Demnach darf Perlentaucher.de 13 Abstracts zu FAZ- und SZ-Buchkritiken nicht mehr vertreiben. Allerdings scheiterten die Verlage mit ihren weitergehenden Anträgen.

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In dem Verfahren wehrten sich die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Süddeutsche Zeitung gegen Zusammenfassungen von Buchrezensionen, die das Webportal verfasste und auch an Internetbuchhändler verkauft hatte. Damit verletzte Perlentaucher.de gegen die Urheberrechte von FAZ und SZ, weil in den betreffenden Texten "besonders prägende und ausdrucksstarke Passagen" der Originalrezensionen übernommen worden sein sollen.

"Es wurden nur einzelne Abstracts untersagt", sagte "Perlentaucher"-Anwalt Simon Bergmann gegenüber dem epd. "Insgesamt ist die Gerichtsentscheidung für uns ein Erfolg." Denn das Geschäftsmodell von "Perlentaucher" sei somit nicht in Gefahr.

Der Prozess wanderte im Laufe der Jahre vom Frankfurter Landgericht zum Oberlandesgericht bis zum Bundesgerichtshof. Der BGH verwies den Fall wieder zum Oberlandesgericht.

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