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Abo-Falle: Betrüger erbeuteten 5,3 Mio. Euro

Sieben Männer und eine Frau müssen sich seit Montag vor dem Landgericht Hamburg wegen des Verdachts auf Internet-Betrug verantworten. Ihnen wird vorgeworfen rund 70.000 Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz in Abofallen gelockt und sich dadurch 5,3 Millionen Euro erschlichen zu haben. Dabei hätten die Angeklagten laut Focus Portale so präpariert, dass die User auf der Suche nach kostenlosen Downloads auf eine Seite gelangten, wo sie sich ohne ihr Wissen für ein Abo registrierten.

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Die Abofallen-Geschäfte sollen in der Zeit zwischen Juli 2007 und Februar 2010 durchgeführt worden sein. Dabei ging es auch um kostenlose Downloads des Softwareprogramms Acrobat Reader. Auf die Registrierung folgte eine Bestätigung über den abgeschlossenen zwölfmonatigen Vertrag, der eine Zahlung von 60 Euro vorsah. Dem Vertrag war ein Link zu einer Webseite angehängt, auf der sich die Nutzer angeblich zu dem Abo-Kauf verpflichtet hatten. Kamen sie der Zahlung nicht nach, erhielten sie eine Mahnung von einem Rechtsanwalt, der sich ebenfalls nun vor Gericht verantworten muss.
Der erste Verhandlungstag musste auf Mittwoch verschoben werden. Einer der Angeklagten war nicht erschienen. Während sieben der Betrüger auf freiem Fuß sind, sitzt der Hauptangeklagte in U-Haft. Bis Ende Januar 2012 ist der Prozess angesetzt.
Die Verbraucherzentrale Hamburg hat auf ihrer Webseite eine Anleitung veröffentlicht, was zu tun ist, wenn man in die Abo-Falle getappt ist.

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