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Apple: iPhone 5 mit Provider-Revolution?

Der Aufstieg geht weiter: Mit der Anziehungskraft des iPhone 4, das zwischen Juli und September mehr als 14 Millionen Mal verkauft wurde, hat sich Apple erstmals in den Top 5 der weltgrößten Handy-Hersteller etabliert. Mehr noch: Obwohl Apple gerade mal auf einen weltweiten Marktanteil von 4 Prozent kommt, streicht der Kultkonzern aus Cupertino 50 Prozent der Branchengewinne ein. Presseberichten zufolge bastelt Apple bereits am nächsten Coup: Das iPhone der fünften Generation könnte mit einer netzfreien SIM-Karte noch attraktiver werden - die Provider wären düpiert.

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Der Aufstieg geht weiter: Mit der Anziehungskraft des iPhone 4, das zwischen Juli und September mehr als 14 Millionen Mal verkauft wurde, hat sich Apple erstmals in den Top 5 der weltgrößten Handy-Hersteller etabliert. Mehr noch: Obwohl Apple gerade mal auf einen weltweiten Marktanteil von 4 Prozent kommt, streicht der Kultkonzern aus Cupertino 50 Prozent der Branchengewinne ein. Presseberichten zufolge bastelt Apple bereits am nächsten Coup: Das iPhone der fünften Generation könnte mit einer netzfreien SIM-Karte noch attraktiver werden – die Provider wären düpiert. 

Wie sich die Zeiten doch ändern: Fast drei Jahre ist es her, als das erste iPhone in Deutschland debütierte – kritisch beäugt und 399 Euro teuer. Die Deutsche Telekom brachte das silberne Apple-Handy in jener verregneten Novembernacht zum 9. November 2007 auf den hiesigen Markt.  

Vor einer Woche ist die Exklusivität nun gefallen: Vodafone und O2 bieten den Verkaufsschlager iPhone 4 ebenfalls an – zunächst zu attraktiveren Konditionen. Dann zog die Telekom nach: Ab morgen können Kunden Verträge zu gesenkten Tarifen abschließen. Es könnten Abschiedskonditionen sein: Ob man das nächste iPhone überhaupt bekomme, stehe nicht fest, erklären Telekom-Kundenberater in diesen Tagen kleinlaut.  

iPhone 5 womöglich mit interner SIM: Kommt die totale Netz-Freiheit?

Glaubt man dem amerikanischen Blog Gigaom, könnte Apple in der nächsten iPhone-Generation die SIM-Karte nämlich selbst einbauen. Sinn der Aktion: Der Kunde wäre dann nicht mehr – wie jetzt – an einen Provider gebunden, sondern könnte das passgenaue Angebot flexibel selbst wählen. Die iPhones wären dann direkt über Apple zu beziehen.

Einen ersten Vorboten auf ein solches Szenario hatte es in der vorigen Woche gegeben: Völlig überraschend tauchte das iPhone im Apple-Store auf – zu einem Preis von 629 Euro für das günstigstere Modell in der 16-GB-Variante ohne SIM-Karte, Nutzer können den Provider also selbst wählen. Natürlich hat die Netz-Freiheit ihren Preis: Von Mobilfunkbetreibern subventionierte Geräte erhalten Kunden – je nach Tarif – deutlich günstiger schon ab 99 Euro. Dafür sind sie über einen 24-Monatsvertrag an einen Provider gebunden.

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Geldmaschine iPhone – fast die Hälfte der Gewinne der Mobilbranche

Entsprechend würden die Mobilfunkbetreiber als der große Verlierer einer Apple-eigenen SIM-Lösung dastehen, würden sie doch mehr und mehr zu Erfüllungsgehilfen degradiert: Lediglich das Netz bereitstellen, während Apple die Kundenbeziehung weiter ausbaut. iPhone-Nutzer könnten dann bequem zwischen verschiedenen Anbietern und Tarifen wechseln. Glaubt man Gigaom, ist der holländische Technologiekonzern Gemalto schon zur Produktion der dafür notwendigen internen SIM-Karte auserkoren.

Für Apple könnte die totale Netz-Freiheit – wenn sie sich denn so schnell technisch realisieren lässt – der nächste Versuch sein, auf dem boomenden Smartphone-Markt an Reichweite zu gewinnen. 14 Millionen iPhones verkaufte Apple im dritten Quartal und rückte damit nach Angaben des Marktforschers IDC erstmals in die Top 5 der größten Handyhersteller auf den vierten Platz vor. Mit 110 Millionen verkauften Handys führt Nokia das Feld allerdings weiter nach Belieben an – jedoch nur quantitativ. Obwohl Apple lediglich auf einen Marktanteil von vier Prozent auf dem weltweiten Handymarkt kommt, geht exakt die Hälfte der erzielten Branchengewinne nach Cupertino.

Apples Antwort auf Android?

Doch ob sich der Siegeszug in dieser Form in der Zukunft fortschreiben lässt, ist angesichts der immer größeren Rivalität mit Android ungewiss. Der Marktanteil von Googles mobilen Betriebssystem explodiert förmlich: Im dritten Quartal wurden allein in den USA fast doppelt so viele Smartphones mit Android-OS verkauft wie iPhones.

Mit dem im kommenden Jahr erwarteten US-Vertrieb durch Verizon oder T-Mobile USA könnte der Abstand entsprechend verkleinert werden, doch die enorme Wachstumsdynamik der unzähligen Android-Geräte erscheint ungebrochen. Ein Provider-ungebundenes iPhone 5 könnte darauf die entsprechende Antwort sein. Angesichts von mutmaßlich erhöhten Gerätepreisen wäre der Schachzug jedoch nicht frei von Risiken.

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