Süddeutsche Zeitung launcht iPad-App

Erst das Magazin, nun die Zeitung: Die Süddeutsche Zeitung ist seit heute mit einer iPad-App im iTunes-Store vertreten. Künftig können die Inhalte des gedruckten Blattes bereits am Vortag ab 19 Uhr abgerufen werden. Um auch über Nachrichten vom späten Abend noch informieren zu können, wird die Applikation zwischen 23 und 24 Uhr aktualisiert. Neben den Texten enthält die Tablet-Version Bildergalerien, Videos, interaktive Grafiken und Audio-Dateien. Für SZ-Abonnenten ist die App bis Ende des Jahres kostenlos.

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Mit dem Launch der Anwendung werden erstmals die Reportage der Seite Drei sowie das Streiflicht ins Netz gestellt. Die Glosse kann man sich zudem noch über eine Audio-Datei anhören. Die iPad-Version wird sich vom Aufbau her aber nicht von der gedruckten Zeitung unterscheiden. "Denn zu gutem Journalismus gehören nicht nur Recherche und Schreiben, sondern auch die Einordnung und Präsentation der Themen", heißt es in der Selbstbeschreibung. Innerhalb der Anwendung können nicht nur einzelne Artikel, sondern auch ganze Ausgaben gespeichert werden.
Für die Konzeption der App sind von redaktioneller Seite der Geschäftsführende Redakteur der SZ, Hendrik Munsberg, sowie die Redakteure Fabian Heckenberger und Johannes Boie verantwortlich. Sie arbeiten mit bis zu sechs Mitarbeitern an jeder Ausgabe. "Wir reichern die App mit selbst produzierten Inhalten an", sagt Heckenberger. Dem iPad-Team war dabei besonders wichtig, die Süddeutsche Zeitung adäquat aufs Tablet zu bringen und dem gerecht zu werden, was ein digitales Medium bieten kann.
Als eines der Schmankerl nennen die zwei die Kurzprofile der SZ-Autoren. "Die SZ ist eine Autoren-Zeitung, sie machen die Zeitung aus", sagt Boie. Und so stellt auch die iPad-App die Autoren der SZ mehr in den Vordergrund. Sie werden in einem Kurzprofil vorgestellt, das über ein Symbol am Beginn der Artikel aufrufbar ist. Jedes dieser Profile hat eine E-Mail-Funktion, über die der jeweilige Autor direkt zu erreichen ist. Zudem werden sich zum Beispiel Innenpolitik-Ressortleiter Heribert Prantl, Hans Leyendecker und Außenpolitik-Chef Stefan Kornelius in Video-Kolumnen zu den wichtigsten Themen der Woche und aktuellen Recherchen äußern. Darüber hinaus wird Wissenschaftsredakteur Werner Bartens regelmäßig über medizinische Fragen informieren und Feuilleton-Redakteur Fritz Göttler bespricht die neuesten Filme.
Die iPad-App kann im Rahmen des kostenlosen SZ Digital Pakets heruntergeladen werden. Einzelne Ausgaben der SZ kosten 1,59 Euro. Abonnenten erhalten die iPad-App bis Ende des Jahres kostenlos, ab dann kostet sie 7,50 Euro pro Monat inklusive E-Paper und App des SZ-Magazins, ansonsten kostet das digitale SZ-Paket 29,99 Euro pro Monat.

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