Google: Nachfrage nach Daten steigt

Immer öfter fordern deutsche Behörden von Google die Herausgabe von Nutzerdaten. Das geht aus dem aktuellen Transparency Report des US-Unternehmens hervor. Demzufolge hat sich die Nachfrage hierzulande um 38 Prozent im Vergleich zu den vorherigen sechs Monaten gesteigert. Insgesamt gingen von Januar bis Juni 1.060 Anfragen ein. Google war in 67 Prozent der Fälle verpflichtet, die Daten herauszugeben. In 125 Anfragen wurde um die Löschung von insgesamt 2.405 Daten gebeten, wovon 86 Prozent entfernt wurden.

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Damit ist Deutschland im internationalen Vergleich die Nation mit den meisten Lösch-Anfragen. In den genannten Fällen ging es hauptsächlich um das Sperren von URLs, die die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien beanstandete: Suchergebnisse von Seiten mit pornographischen Inhalten, Aufrufen zu extremer Gewalt oder Nazi-Andenken.
Das größte Interesse an den Nutzerdaten kommt aber aus den USA. Von dort aus wurden insgesamt 5.950 Anfragen gestellt, die laut Heise 11.000 Accounts betrafen. Der Suchmaschinenriese gab in 93 Prozent der Fälle die Informationen heraus. Dass Google sich nicht ohne weiteres den staatlichen Anfragen beugt, zeigen die Beispiele Türkei und Russland. Von dort traten die Behörden in 73  (Türkei) beziehungsweise 42 Anfragen (Russland) an das US-Unternehmen heran, blieben damit aber erfolglos.
Dass die Nachfrage nach Nutzerdaten in Deutschland steigt, begründete Google mit dem Ausbau seiner Services. So betrafen die Lösch-Anfragen nicht nur den Suchmaschinen-Dienst (62 Anfragen) und Youtube (52), sondern auch die Tools Google Images (1), Blogger (6), Google Ad-Words (1), Google Mail (1) und die Ortungsdienste Google Maps, Paroramio oder Google Earth (1).  

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