Zynga-IPO: Erntedankfest an der Wall Street

Der Nächste, bitte! Nachdem der Börsengang von Groupon nun unmittelbar bevorsteht, lässt sich auch Zynga nicht mehr lange bitten. Wie Reuters berichtet, bereitet sich der Online-Spieleanbieter bereits auf seine Roadshow vor, die Anfang November beginnen dürfte. Der Gang an die Wall Street sollte dann unmittelbar vor dem traditionellen Erntedankfest in den USA erfolgen, berichtet die Nachrichtenagentur. Zuletzt musste der Online-Spieleanbieter allerdings einen Gewinneinbruch vermelden.

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Der Nächste, bitte! Nachdem der Börsengang von Groupon nun unmittelbar bevorsteht, lässt sich auch Zynga nicht mehr lange bitten. Wie Reuters berichtet, bereitet sich der Online-Spieleanbieter bereits auf seine Roadshow vor, die Anfang November beginnen dürfte. Der Gang an die Wall Street sollte dann unmittelbar vor dem traditionellen Erntedankfest in den USA erfolgen, berichtet die Nachrichtenagentur. Zuletzt musste der Online-Spieleanbieter allerdings einen Gewinneinbruch vermelden.

Es geht nun Schlag auf Schlag: Wenige Tage nachdem die finalen Börsenpläne von Groupon bekannt wurden, wagt sich auch das zweite hoch gewettete Internet-Unternehmen aus der Deckung. Der Online-Spiele-Anbieter Zynga wird Groupon nach Angaben von Reuters schon wenig später an die Technologiebörse Nasdaq folgen. Gelingt Groupons Börsenlisting, wäre der Weg auch für Zynga frei.

Danach sieht es nach einigen weitaus freundlicheren Wochen an der Wall Street wieder aus: Die Märkte haben sich von den Turbulenzen des Spätsommers erholt, die Technologiebörse Nasdaq ist gestern sogar für das Jahr 2011 wieder ins positive Terrain gesprungen. Entsprechend ist der Weg für einen fulminanten Jahresendspurt bereitet.

Bewertung von bis zu 20 Milliarden Dollar?

Von dem will nun auch der Online-Spiele-Anbieter Zynga mit seinem Börsengang profitieren. Ende August noch mussten die Pläne wegen der Verwerfungen an den Weltbörsen zunächst verschoben werden, doch schon in der nächste Woche könnte die Roadshow beginnen, berichtet Reuters. Zu welcher Bewertung Zynga an die Börse strebt, ist noch nicht bekannt.  

Im Frühjahr sah es aus, als wäre auch Zynga für ein Multi-Milliarden-IPO prädestiniert: 1 Milliarde Dollar wollte der Anbieter von Online-Spielen wie "Mafia Wars" und "FarmVille" mindestens an der Börse einnehmen, wurde Anfang Juli kommuniziert – 1,5 bis 2 Milliarden Dollar könnten es sogar werden, mutmaßten Branchenexperten, was bei einem Emissionsvolumen von 10 Prozent des Unternehmens einen Börsenwert von bis zu 20 Milliarden Dollar bedeutet hätte.

Gewinneinbruch von 90 Prozent sorgte zuletzt für Irritation

Zuletzt vermieste jedoch nicht nur das schlechte Marktumfeld die Laune der Investoren – auch die Unternehmensdaten für das abgelaufene zweite Quartal sahen nicht so erfreulich aus, wie erhofft: Der Gewinn brach um mehr als 90 Prozent ein.

Bei näherer Betrachtung relativiert sich das Minus indes: Der Gewinn fiel von 14 auf 1,4 Millionen Dollar eher auf niedrigem Niveau – und dürfte nicht unwesentlich im Zuge des Börsengangs gestiegenen Aufwendungen und der Tatsache geschuldet sein, dass Zynga im ersten Halbjahr nur ein neues Spiel veröffentlichte; der Umsatz explodierte zuletzt um 115 Prozent auf 279 Millionen Dollar. Im Gesamtjahr 2011 erscheinen somit erstmalig Erlöse im Milliardenbereich möglich.   

Der Online-Spiele-Anbieter wurde erst 2007 gegründet und erlangte seine rasant steigende Beliebtheit mit browserbasierten Computerspielen wie "Farmville", und "MafiaWars", die innerhalb von sozialen Nertzwerken wie Facebook enorme Verbreitung finden. Im Gegenzug muss Zynga Facebook 30 Prozent seiner Umsätze abführen; die Rechte an einer Reihe von Zynga-Spielen besitzt Facebook zudem exklusiv. Das Zynga-IPO wird damit auch zum Testballon von Facebooks eigenem Börsengang, der nächstes Jahr erwartet wird.

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