Anzeige

Heideldruck rechnet mit roten Zahlen

Heideldruck hat seine Geschäftszahlen für das zweite Quartal vorgelegt. In diesem Zeitraum fuhr der weltgrößte Druckmaschinenhersteller zwar einen Gewinn von fünf Millionen Euro ein. Doch für das Geschäftsjahr 2011/12 sei aufgrund der konjunkturellen Aussichten das Ziel eines ausgeglichenen Vorsteuerergebnisses voraussichtlich nicht erreichbar.

Anzeige

Es sei „davon auszugehen, dass sich die Nachfrage in der zweiten Geschäftsjahreshälfte schwächer entwickelt als erwartet, sich Umsatz und operatives Ergebnis nicht auf dem von Heidelberg angestrebten Niveau bewegen“, teilte das Unternehmen mit. Zur angestrebten Steigerung der operativen Profitabilität seien „kurzfristig umsetzbare Maßnahmen im Sachkosten- und Personalbereich eingeleitet“ worden. Der Druckmaschinenhersteller geht davon aus, im Gesamtjahr 2011/12 gegenüber dem Vorjahr ein „spürbar verbessertes operatives Ergebnis“ zu erzielen, das aber dennoch nicht für schwarze Zahlen vor Steuern ausreichen werde.
„Wir werden an unseren mittelfristigen Profitabilitätszielen festhalten, auch wenn sich die geplante Umsatzsteigerung auf über 3 Mrd. Euro aufgrund der Nachfrageschwäche zeitlich verzögern sollte“, sagte Bernhard Schreier, Vorstandsvorsitzender von Heidelberg. „Um diese Zielsetzung zu erreichen, werden wir alle dazu notwendigen Maßnahmen einleiten.“
Im abgelaufenen zweiten Quartal erwirtschaftete Heideldruck einen Umsatz von 668 Millionen Euro. Damit lag der Auftragseingang leicht über dem Vorjahresquartal mit 650 Millionen Euro. Der Gewinn stieg von minus sechs Millionen auf plus fünf Millionen Euro. „Die Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Quartal verlief im Rahmen unserer Erwartungen“, sagte Dirk Kaliebe, Finanzvorstand von Heidelberg.
Nach Angaben des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) ist im Bereich Druck- und Papiertechnik ein genereller Rückgang des Auftragseingangs zu beobachten. So hat sich dieser in den Monaten Juni bis August 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zehn Prozent abgeschwächt. Die Auftragslage für Heidelberg ist dabei weiterhin international uneinheitlich und geprägt von der einerseits anhaltend unsicheren Lage in den USA, Japan und den Mittelmeeranrainerstaaten sowie andererseits vom positiven Verlauf in China und Südamerika.

Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige