Groupon will im November an die Börse

Nach Monaten der Verzögerung wird es für Groupon nun ernst – der Börsengang steht unmittelbar bevor. Die Roadshow, auf der das Schnäppchenportal Investoren für sich begeistern will, beginnt diese Woche. An der Wall Street debütieren könnte Groupon schon in der ersten November-Woche. Die jüngste Bilanz, mit der Groupon haussieren gehen will, zeigt zwar eine deutliche Verbesserung, doch das Start-up macht noch immer Verluste. Trotzdem strebt Groupon eine Bewertung von 11 Milliarden Dollar an.

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Na endlich: Nach Monaten der Verzögerung wird es für Groupon nun tatsächlich ernst – der Börsengang steht unmittelbar bevor. Die Roadshow, auf der das Schnäppchenportal Investoren für sich begeistern will, beginnt diese Woche. An der Wall Street debütieren könnte Groupon schon in der ersten November-Woche. Die jüngste Bilanz, mit der Groupon haussieren gehen will, zeigt zwar eine deutliche Verbesserung, doch das Start-up macht noch immer Verluste. Trotzdem strebt Groupon eine Bewertung von 11 Milliarden Dollar an.

Das wohl meist erwartete  Internet-IPO des Jahres nimmt konkrete Züge an. Nachdem das Wall Street Journal letzte Woche von den Börsenplänen Groupons berichtete, folgt nun in dieser Woche die Roadshow für Investoren.

Mit im Gepäck: Neue Quartalszahlen, die zumindest einen verbesserten Trend erkennen lassen: Das Wachtum wird größer, die Verluste werden kleiner. Gerade mal noch 239.000 Dollar hat Groupon im abgelaufenen dritten Quartal verloren – nach 101 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Dafür sind die Umsätze um 400 Prozent auf 430 Millionen Dollar explodiert. In anderen Worten: Die Zahlen sind weitaus besser als erwartet, Groupon schnuppert am Breakeven.

Analysten bleiben skeptisch: "Groupon ist ein Desaster"

Ob das allerdings reicht, um Anleger zur Zeichnung der Aktie zu überzeugen? "Wir haben noch immer ernsthafte Zweifel an dem langfristigen Geschäftsmodell", warnt etwa der Fondsmanager Michael Cuggino von Permanent Portfolio Fonds gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.  Nicht positiver äußerte sich Forrester Research-Analystin Sucharita Mulpuru: "Groupon ist ein Desaster", findet Mulpuru. "Es ist ein Lockvogel, der bald enttarnt wird."

Um solche Zweifel zu zerstreuen und ein Börsen-Fiasko zu vermeiden, hat Groupon seine im Frühjahr noch turmhoch gesteckten Erwartungen selbst deutlich nach revidiert. Nur 540 Millionen Dollar will das Schnäppchenportal nun noch für die Emission einnehmen. Dafür werden 30 Millionen Aktien zu einem Ausgabekurs von 16 bis 18 Dollar emittiert. Der Unternehmenswert wird damit auf 10,1 bis 11,4 Milliarden Dollar taxiert.

Nachdem Ende der Roadshow könnte Groupon, das an der Nasdaq unter dem Tickersymbol GRPN gelistet werden wird, schon Anfang November sein Börsendebüt geben.

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