Spiegel: Hammerstein folgt auf Kurbjuweit

Konstantin von Hammerstein wird neuer Leiter des Spiegel-Hauptstadtbüros. Dies bestätigte er gegenüber MEEDIA. Er folgt auf Dirk Kurbjuweit, der im Juni seinen Rückzug von dem Posten angekündigt hatte. Er wird künftig als politischer Korrespondent des Nachrichtenmagazins arbeiten. Hammerstein leitet in Hamburg das Deutschland-Ressort. Als Stellvertreter des neuen Büroleiters ist nach MEEDIA-Informationen René Pfister im Gespräch, ein Zögling Kurbjuweits.

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Hammerstein, 50, tritt seinen neuen Posten am 1. Januar 2012 an. Er arbeitet seit 1998 für das Nachrichtenmagazin. Als Wirtschaftsredakteur berichtete er auch über die Medienwelt. 2001 wurde er zunächst stellvertretender Ressortleiter Wirtschaft und dann Vizechef des Hauptstadtbüros. Seit Mitte 2008 leitet er das Deutschland-Ressort – auch als D2 bekannt. Wer ihm dort nachfolgt, ist noch unklar. Dirk Kurbjuweit, ein mehrfach mit dem Kisch-Preis ausgezeichneter, intimer Kenner der Berliner Polit-Szene, schreibt nebenher viel beachtete Romane (u.a. Kriegsbraut, Nicht die ganze Wahrheit) und hatte bereits angekündigt, die Leitung abgeben zu wollen. Zuletzt hatte er einen Journalistenpreis ausgelobt.

René Pfister, der als möglicher Hammerstein-Vize ins Spiel gebracht wird, profilierte sich u.a. in der sogenannten Visaaffäre um den damaligen Außenminister Joschka Fischer im Jahr 2000. Im vergangenen Jahr hatte Pfister für ein Porträt von CSU-Chef Horst Seehofer den Henri-Nannen-Preis für die beste Reportage erhalten – und kurz darauf wieder aberkannt bekommen. Pfister hatte in einer Einstiegsszene den Keller von Seehofer und dessen Modelleisenbahn beschrieben. In dem Keller war Pfister aber persönlich nie gewesen. Spiegel-intern hat ihm die Aufregung um die Aberkennung des Preises aufgrund seiner sehr freien Auslegung des Genres Reportage nicht geschadet.

Christoph Schwennicke, der gemeinsam mit Michel Sauga stellvertretender Leiter des  Hauptstadtbüros ist und auch für den Chefposten gehandelt wurde, soll dem Vernehmen nach künftig als Autor für den Spiegel arbeiten.

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