Steve Jobs: „Android ist ein Riesendiebstahl“

Der Countdown läuft: Rund 72 Stunden vor dem offiziellen Verkaufsstart sind neue Details aus der mit Spannung erwarteten Steve Jobs-Biografie bekannt geworden, nachdem die New York Times, AP, CBS News und Huffington Post mit Kopie ausgestattet wurden. Steve Jobs nimmt in der Kommentierung seines Lebens kein Blatt vor dem Mund: Barack Obama prophezeite er die Abwahl, für Google-Gründer Larry Page wurde zum Mentor, doch gegen Android lief Jobs Amok: "Ich bin bereit dagegen in Krieg zu ziehen".

Anzeige

Der Countdown läuft: Rund 72 Stunden vor dem offiziellen Verkaufsstart sind neue Details aus der mit Spannung erwarteten Steve Jobs-Biografie bekannt geworden, nachdem die New York Times, AP, CBS News und Huffington Post mit Kopie ausgestattet wurden. Steve Jobs nimmt in der Kommentierung seines Lebens kein Blatt vor dem Mund: Barack Obama prophezeite er die Abwahl, für Google-Gründer  Larry Page wurde zum Mentor, doch gegen Android lief Jobs Amok: "Ich bin bereit dagegen in Krieg zu ziehen".

Montag wird Großlesetag: Steve Jobs und wie er die Welt sah – diese Lektüre wird für jeden Apple-Anhänger, aber auch  Tech-Interessierten zum Muss. Warum, wird spätestens nach den nächsten Auszügen klar, die seit gestern in US-Medien kursieren. Steve Jobs erzählt seine ganze Geschichte – und er tut es auf eine Weise, wie ihn die Technologiewelt in Keynotes, Conference Calls und unzähligen Interviews kennengelernt hat: gnadenlos direkt.    
Das musste sogar der amtierende US-Präsident Obama vor einem Jahr erfahren, als er Jobs erstmals persönlich kennenlernte. Fast wäre das Treffen nicht zustande gekommen, weil Jobs auf eine persönliche Einladung des Präsidenten bestand. Als Jobs und Obama schließlich doch noch am Flughafen zusammenkamen, eröffnete der Apple-Gründer Obama, dass er sich auf eine einmalige Amtszeit als Präsident gefasst machen müsste, wenn seine Administration nicht wirtschaftsfreundlicher agiere. 

Jobs nannte China als Vorbild und kritisierte die starke Regulierungen und unnötigen Unternehmenskosten. Trotzdem war der Apple-Gründer bereit, für Obama die Werbekampagne für Wiederwahl 2012 zu entwerfen.

Jobs an Larry Page: "Rausfinden, was Google sein will, wenn es erwachsen ist"

Obama war nicht der einzige Prominente, dem Jobs seine Unterstützung anbot: Auch Google-CEO Larry Page suchte Steve Jobs’ Rat. Trotz des angespannten Verhältnisses der beiden Konzerne sprang Steve Jobs dem jungen CEO kurzfristig als Mentor bei: "Du musst rausfinden, was Google sein will, wenn es erwachsen ist", gab der Apple-Gründer dem jungen CEO des Internetriesen mit auf den Weg. Jobs warnte Page davor, dass sich Google mit seinen unzähligen Produkten verzettele und "zu einer Art Microsoft" werde.

Ein Produkt war Jobs indes ein besonderes Dorn im Auge: Das mobile Betriebssystem Android, mit dem Google Apple in der Reichweite längst überholt hat. Für Steve Jobs war Android nicht als "ein Riesendiebstahl", den es rückgängig zu machen gilt, kostete es, was es wolle.

"Ich bin bereit, gegen Android in den Nuklearkrieg zu ziehen"

"Ich werde bis zum letzten Atemzug kämpfen und jeden Cent der (damals) 40 Milliarden Dollar einzusetzen, die wir auf der Bank haben, um das zu berichtigen", erklärte Jobs dem Biograph Walter Isaacson 2010. (Heute verfügt Apple bereits über 82 Milliarden Dollar an Barmitteln.) "Ich werde Android zerstören, denn es ist ein gestohlenes Produkt. Ich bin bereit, in den Nuklearkrieg dafür zu ziehen", wird Jobs in der Biografie zitiert.

Auch mit anderen Konkurrenten geht Jobs nicht gerade zimperlich um: "Bill ist ziemlich unkreativ und hat nie irgendwas erfunden", zieht der Apple-Gründer gegen den früheren Microsoft-Weggefährten Bill Gates vom Leder, "er hat die Ideen von anderen schamlos abgekupfert." Die mehr als 600 Seiten umfassende autorisierte Jobs-Biografie wird am Montag in den USA erscheinen. 

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige